Nebenhöhlenentzündung durch Rauchen

rauchenPassivrauchen sowie auch echtes Rauchen erhöht das Risiko, eine chronische Nasen-Nebenhöhlenentzündung zu entwickeln. Dies ergab eine amerikanisch-kanadische Studie. Dabei wurden Daten von Betroffenen mit denen von gesunden Kontrollpersonen verglichen.

Es existiert ein deutlicher statistischer Zusammenhang zwischen einer langwierigen Entzündung der Nasen- oder Nebenhöhlenschleimhaut und der Häufigkeit, mit der die Probanden zuvor Zigarettenrauch ausgesetzt gewesen waren.

Dieser Zusammenhang war so stark, dass nach Ansicht der beteiligten Forscher bis zu 40 Prozent aller Fälle von chronischer Nasen-Nebenhöhlenentzündung auf das ungewollte Einatmen von Zigarettenrauch zurückzuführen sein könnten. Die Wissenschaftler raten Risikogruppen und Betroffenen daher dringend, Raucherbereiche zu meiden. Ihre Arbeit beschreiben Martin Tammemagi von der Brock University im kanadischen St. Catharines und seine Kollegen im Fachblatt «Archives of Otolaryngology – Head & Neck Surgery» (Bd. 136, S. 327).

Diejenigen, die besonders häufig Passivraucher gewesen waren, hatten auch mit einer höheren Wahrscheinlichkeit Entzündungen in ihren Atemwegen.

In Zigarettenrauch gebe es mehr als 4000 verschiedene Substanzen, von denen wenigstens 50 krebserregend sind oder im Verdacht stehen, es zu sein, erläutern die Forscher.

Da Passivrauchen bereits als Risikofaktor für plötzlichen Kindstod, akute Atemwegsinfektionen, Asthma und eine ganze Reihe anderer Erkrankungen identifiziert wurde, verwundere seine Beteiligung an der Entstehung chronischer Nasen-Nebenhöhlenentzündungen nicht. Zu klären sei nun, was der Rauch genau anrichte.

Denkbar sei, dass er die Anfälligkeit für Infekte erhöht, bereits vorhandene Infektionen verschlimmere oder aber die Immunreaktion des Körpers störe.

Quelle: http://debeka.gesundheitsportal-privat.de

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