Neue Hoffnung bei Haarausfall

Besonders Männer leiden unter dem Problem des Haarausfalls. Anfänglich sind es häufig nur die so genannten kleinen „Geheimratsecken“, die den langsamen Verlust der männlichen Haarpracht kennzeichnen. Allerdings kann daraus schnell der Anfang einer Glatze entstehen.

Einzige Möglichkeit, dem zurückweichenden Haar ein Schnippchen zu schlagen, ist bisher die so genannte Eigenhaarverpflanzung. Dabei werden die noch vorhandenen Haare auf der Kopfhaut so versetzt, dass sie wieder gleichmäßiger verteilt sind und die beginnenden kahlen Stellen auf diese Weise ausgefüllt werden.

Dadurch werden jedoch weder die Haare ersetzt, noch wird das eigentliche Problem, die genetische Veranlagung zum Haarausfall, dadurch bekämpft, noch wird der Haarausfall damit gestoppt.

Jetzt aber gibt es neue Hoffnung für alle, die zu genetisch bedingtem Haarausfall neigen. An der Technischen Universität Berlin gelang es nun Biotechnologen, aus Stammzellen das weltweit erste Haarfollikel samt Haar im Labor zu züchten.

Als Haarfollikel wird das Organ bezeichnet, an dessen unterem Ende das eigentliche Haar gebildet wird. Einziger Unterschied zum körpereigenen Haupthaar ist nur, dass das im Labor gezüchtete Follikel noch etwas dünner ist als das normale Kopfhaar.

Der große Vorteil des Haarfollikels, welches im Labor aus Stammzellen gezüchtet ist, liegt vor allem darin, dass es zu den noch auf dem Kopf fest verwachsenen Haaren eingesetzt werden könnte und frei von den genetischen Veranlagungen zum Haarausfall gezüchtet werden könnte. So ließe sich der Haarausfall auch dauerhaft bekämpfen.

Bevor allerdings jedem Mann, der von kahlen Stellen auf dem Kopf geplagt ist, diese medizinische Züchtung von Haaren im Labor zu Gute kommt, wird noch eine ganze Weile vergehen. Zunächst müssen noch die klinischen Studien, die eine Gefährdung des Menschen ausschließen und die Wirksamkeit der Haarverpflanzung reproduzierbar nachweisen, durchgeführt werden. Die Vorbereitungen allerdings dazu haben schon begonnen.

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