Omas Wundbehandlungs-Tipps zeitgemäss ?

Sie geistern immer noch in vielen Köpfen herum: Omas kleine Tricks.

Sie wusste einfach über alles am besten Bescheid. Ein aufgeschürftes Knie, ein Kratzer am Arm? Ein Griff in Großmutters Trickkiste und der Schmerz war vergessen.

Auch heute werden noch teilweise die typischen Hausmittelchen bei der Wundversorgung angewendet.

Aber Vorsicht: Nicht alle sind sinnvoll, manche sogar eher gefährlich. Der Dermatologe und Wundexperte Dr. Guido Siebenhaar aus Köln weiß, welche: „Typische Hausmittel sind z.B. Öle, Kohlwickel, schwarzer Tee, Mehl, Honig oder Alkohol.

Von einigen sollte wegen steigender Infektionsgefahr oder dem Allergierisiko besser Abstand genommen werden. Andere haben durchaus eine antiseptische Wirkung, allerdings in begrenztem Maße.“

Quark

Oma setzte die berühmten Quarkwickel früher nicht nur gegen Halsschmerzen ein. Gerne landete auch mal ein Klecks auf einer kleinen Wunde. Heute weiß man es besser: Quark verkrustet beim Trocknen stark und das ist weder angenehm noch heilungsfördernd.

Pflanzliche Präparate

Bei Pflanzenextrakten (z.B. Ringelblume) besteht immer die Gefahr einer Allergie oder einer Hautirritation.

Mehl

Nach Großmutters Meinung waren besonders Brandwunden prädestiniert für eine Behandlung mit Mehl. Tun Sie das bloß nicht: Mehl oder auch andere Lebensmittel, die zum Wundheiler umfunktioniert wurden, fördern in keiner Weise die Wundheilung. Im Gegenteil: Das Infektionsrisiko steigt sogar deutlich an.

Alkohol

Der Wundexperte Dr. Siebenhaar aus Köln weiß: „Alkohol hat eine gute antiseptische Wirkung, ist aber mitunter viel zu aggressiv und brennt stark.“ Daher: Finger weg vom Alkohol aus dem Küchenschrank! Solch eine Wundbehandlung ist eher schmerzhaft als sinnvoll.

Honig

Eine Wunde mit Honig behandeln? Ja, aber nicht mit gewöhnlichem Haushaltshonig. Es gibt in der Praxis speziellen medizinischen Honig, der eine antiseptische Wirkung hat.

Wirksam und gut verträglich muss kein Widerspruch sein. Ein spezielles Wundgel mit dem Wirkstoff Tyrothricin (z.B. Tyrosur Gel, Apotheke) desinfiziert die Wunde, bekämpft Entzündungserreger und beschleunigt die körpereigene Wundheilung. Dabei ist der Wirkstoff sehr gut verträglich und auch für Säuglinge und Kleinkinder bestens geeignet. Und nach nunmehr 50 Jahren auf dem Apothekenmarkt ist das Präparat ohne Frage „Oldie and Goldie“.

Das Tyrosur Wundgel kostet ca. 4,95 €* für die 5g Tube.

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