Osteoporose – Behandlung und Prävention

gipsNur zehn bis 20 Prozent der deutschen Osteoporose-Patienten erhalten eine leitliniengerechte medikamentöse Therapie. Zu diesem Ergebnis kommen Experten der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU). Besonders schlecht dran sind demnach ältere Menschen.

So erhalten noch 31 Prozent der 50- bis 64-jährigen Frauen mit Osteoporose eine medikamentöse Therapie, aber nur 19 Prozent der über 75-jährigen Frauen.

Die auch als Knochenschwund bezeichnete Krankheit ist gekennzeichnet durch eine Abnahme der Knochendichte durch den übermäßig raschen Abbau der Knochensubstanz und -struktur. Die erhöhte Frakturanfälligkeit kann das ganze Skelett betreffen.

Behandlungsmöglichkeiten und Prävention

Körperliche Aktivität schützt vor Knochenschwund. Daneben fördert ausreichendes Sonnenlicht die Vitamin-D-Produktion der Haut.

– Zur Prävention trägt eine vermehrte Calcium-Aufnahme von etwa 1 g/Tag bei

– Als Basistherapie wird die Einnahme von Vitamin D empfohlen

Nach den Leitlinien des Dachverband Osteologie e.V. (DVO) wird als Therapie empfohlen:

* Bisphosphonate (Alendronsäure, Ibandronsäure und Risedronat)
* Selektive ÖstrogenRezeptorModulatoren (SERM): Raloxifen (nur zur Verhinderung von Wirbelkörperfrakturen)

oder

* Parathormon und sein Analogon Teriparatid
* Strontiumranelat: Knochendichtemessungen zeigen durch die Einlagerung von Strontium höhere Werte, was aber für die Verlaufsbeurteilung in der Praxis nicht relevant ist). Aktuell liegen für Strontiumranelat die längsten kontrollierten klinischen Untersuchungen vor.

Zur Vorbeugung bzw. Behandlung von Osteoporose gibt es auch verschiedene Verfahren der alternativen Medizin, die jedoch keine Wirksamkeitsnachweise nach wissenschaftlichen Kriterien erbringen konnten.

Die Behandlungskosten dieser Verfahren werden entsprechend auch kaum von Krankenkassen getragen:

* Basische Ernährung oder die Einnahme von Basensalzmischungen. Eine Übersäuerung des Körpers soll nach Angaben von Anhängern dieser Behandlungsmethode zu verstärktem Knochenschwund führen, da Calciumsalze als Puffersubstanzen Verwendung finden [10]. Es wird der Verzicht auf Bohnenkaffee, Schwarztee, Alkohol, Cola- und Limonadengetränke, tierisches Eiweiß (Fleisch, Wurst, Fisch), Fast Food und Fertiggerichte, die meisten Milchprodukte, Industriezucker, Süßstoffe, Süßigkeiten, Weißmehl und Weißmehlprodukten, Erdnüsse, Paranüsse usw. empfohlen und eine säurehemmende oder basenbildende Nahrung verordnet, bestehend etwa aus Gemüse- und Fruchtsäften, Kräutertee, Gemüse und Blattsalaten sowie Früchten.

* Magnetfeldtherapie: pulsierende elektromagnetische Felder sollen den Knochenaufbau stimulieren.

* Vibrationstraining – auch biomechanische Stimulation (BMS): sie wurde ursprünglich zur Behandlung von russischen Kosmonauten entwickelt: Die zu behandelnde Person steht auf einer Platte, die in einem Frequenzbereich von 20 bis etwa 50 Hz vibriert und durch den Dehnreflex Muskelkontraktionen hervorruft. Die dabei auftretenden Kräfte sollen den Knochen zum Wachstum stimulieren (Mechanostat), erste, einzelne wissenschaftliche Untersuchungen hierzu liegen vor.

Mehr als fünf Millionen Menschen in Deutschland leiden an Osteoporose. Frauen sind häufiger betroffen als Männer: etwa ein Drittel der Frauen aber nur ein Sechstel der Männer über 50 Jahre erkranken im Alter an Osteoporose.

Eine Krankheit, die man vorbeugen kann, es kann im Alter sonst jeden treffen !

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