Positives Denken kann auch schaden

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Das Positive Denken ist ein Konzept, welches als Idee in einigen Psychologiekursen und Persönlichkeits- oder Motivationsseminaren sowie in entsprechender Ratgeberliteratur Anwendung findet.
Die Methode „Positives Denken“ zielt im Kern darauf ab, dass der Anwender durch konstante positive Beeinflussung seines bewussten Denkens (z.B. mit Hilfe von Affirmationen oder Visualisierungen) in seinen Gedanken eine dauerhaft konstruktive und optimistische Grundhaltung erreicht und infolgedessen eine höhere Zufriedenheit und Lebensqualität erzielt.

Positives Denken wird oft von Menschen angewandt, die kaum Selbstbewusstsein haben, doch profitieren sie nicht davon, wenn sie sich beispielsweise auf Sätze wie «Ich bin eine liebenswerte Person» konzentrieren.

Zum Teil fühlen sie sich im Gegenteil sogar schlechter als ohne die Selbstsuggestion, wie US-Psychologen jetzt nachgewiesen haben.

Viele zweifelten die Richtigkeit des Satzes innerlich an und hatten ein noch geringeres Selbstbewusstsein. Die Forscher konzentrierten sich in ihrer Studie auf Aussagen, die laut einer Reihe von Ratgeberbüchern das Selbstbewusstsein stärken und eine positive Einstellung zum Leben fördern sollen.

Das Fazit der Forscher: Gerade die, die eine Verbesserung ihres Selbstwertgefühls am nötigsten bräuchten, profitieren am wenigsten von den Techniken des positiven Denkens.

Es sei konstruktiver, konkretere Statements zu verwenden wie etwa «Ich bin gut darin, schöne Geschenke auszusuchen» als sehr allgemeine Formulierungen wie «Ich bin eine großzügige Person».

  • www.wissenschaft.de: Warum positives Denken Schmerzen lindert
  • Die Diktatur der Optimisten, Artikel der Zeit
  • „Positiv Denken“ macht krank – vom Schwindel mit gefährlichen Erfolgsversprechen (Scheich, 1999)
  • Negative Side Effects of Positive Thinking

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