Präventionsinitiative zur Krebsfrüherkennung

kbv_logoMit einer Präventionsinitiative will die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) die rund 70 Millionen gesetzlich versicherten Bürger dazu bewegen, die Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung stärker zu nutzen. „Wenn über zehn Jahre lediglich annähernd jeder vierte Mann oder Frau an der Früherkennungskoloskopie teilnimmt, dann ist das noch nicht befriedigend.

Ein patientengerechtes Einladungsverfahren soll dazu beitragen, das Interesse an dieser und anderen Krebsfrüherkennungsuntersuchungen zu steigern“, forderte Dr. Carl-Heinz Müller, Vorstand der KBV. Dazu gehört neben der präventiven Darmspiegelung die  Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs.

volkskrankheit_depressionDie Krankenkassen sollen ihre Versicherten künftig mit patientenfreundlichen Schreiben zur Teilnahme an den Krebsfrüherkennungsuntersuchungen einladen. Dadurch sollen die Versicherten verstärkt motiviert werden, die für sie kostenlosen Untersuchungen wahrzunehmen. „Je früher ein Krebsleiden entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen und umso häufiger ist eine schonendere Behandlung möglich“, mahnte Müller.

Diesen Vorschlag will die KBV in den Nationalen Krebsplan und den Gemeinsamen Bundesausschuss einbringen. Weiterhin will sie die vertragsärztliche Qualitätssicherung für alle Krebsfrüherkennungsuntersuchungen überprüfen und gegebenenfalls verbessern sowie eine elektronische Dokumentation der Untersuchungsergebnisse etablieren, um eine zeitnahe Evaluation zu ermöglichen.

Bislang werden die Krebsfrüherkennungsuntersuchungen im unterschiedlichen Ausmaß, jedoch insgesamt noch unzureichend genutzt. Das ergab eine aktuelle Auswertung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (ZI).

www.kbv.de

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