Rueckenschmerzen beim Mann | © panthermedia.net / evgenyataman

Problemzone Rücken – Wie wir die Wirbelsäule gezielt unterstützen können

Rückenschmerzen sind beinahe schon die Volkskrankheit Nr. 1 unter den deutschen Männern und die kommen nicht nur bei Männern vor, die beispielsweise auf einer Baustelle, körperlich schwere Arbeit leisten. Auch der typische Bürojob, sowie jede andere sitzende Tätigkeit gilt als eine große Belastung für den Rücken. Die Folgen sind chronische Rückenschmerzen, sowie weit ernstere Probleme wie eine Spondylolisthesis (Wirbelgleiten). Doch nicht nur der Job kann unserem Rücken schaden. Auch in unserer Freizeit kann Überanstrengung, beispielsweise beim Sport, ernste Folgen haben.

Der Überbelastung der Wirbelsäule kann mit gezielten Entspannungsübungen für den Rücken entgegengewirkt werden. Achtet man nicht ausreichend und frühzeitig auf die Warnsignale seines Körpers, kann das mit kostspieligen und aufwendigen Operationen einhergehen.

Wirbelgleiten vermeiden

Gefahr von Wirbelgleiten | © panthermedia.net / Stefan Schurr

Gefahr von Wirbelgleiten | © panthermedia.net / Stefan Schurr

 

Wirbelgleiten bedeutet, dass sich die Wirbelkörper im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule gegeneinander verschoben haben. Dieses Phänomen tritt am häufigsten bei Kindern und Jugendlichen, aber auch bei Erwachsenen auf, die sich dem Leistungssport verschrieben haben. Beim Geräteturnen, Trampolinspringen oder der Leichtathletik wird der Rücken in vielen Fällen überbeansprucht. Die gefährliche Bewegung kann man sich dabei wie eine Knickbewegung nach hinten, bzw. eine Überstreckungsbewegung vorstellen, die auf lange Sicht gesehen zum Wirbelgleiten führt. Ihr wollt mehr erfahren zu der Entstehung des Wirbelgleitens? Auf der verlinkten Fachseite findet ihr alle nötigen Informationen zu Entstehung und Behandlungsweisen.

Die Symptome zeigen sich dabei erst relativ spät. Während der Prozess anfangs noch schmerzfrei verläuft, treten beim Eintreten des Gleitprozesses Schmerzen im Bereich des gleitenden Wirbels auf und machen sich bei jeder Bewegung der Wirbelsäule bemerkbar. Je nach dem wie stark der Gleitprozess ausgeprägt ist, können die Schmerzen zudem auch noch in die Beine ausstrahlen. Auch neurologische Ausfälle, wie Lähmungen oder Gefühlsstörungen, sind bei einem ausgeprägten Gleitprozess keine Seltenheit.

Wie erkenne ich ein Wirbelgleiten? Das Wirbelgleiten wird oft mit harmlosen Rückenschmerzen verwechselt. Ein Besuch beim Arzt kann Gewissheit verschaffen. Charakteristisch fürs Wirbelgleiten ist eine, bei schlanken Menschen von außen sichtbare Stufe an der Wirbelsäule. Röntgenaufnahmen zeigen das genau Ausmaß der Verschiebung. Anhand der verschiedenen Schweregrade wird der Arzt die jeweilig am besten passende Behandlungsmethode auswählen. Das kann von Krankengymnastik über ein kurzfristiges Korsett bis hin zu einer aufwendigen Operation reichen.

Operationen vorbeugen

Operationen vermeiden | © panthermedia.net / pressmaster

Operationen vermeiden | © panthermedia.net / pressmaster

 

Im schlimmsten Fall des Wirbelgleitens ist eine Versteifungsoperation, oder auch Fusion, bzw. Spondylodese, unumgänglich. Doch das ist nicht nur bei fortgeschrittenem Wirbelgleiten der Fall. Auch bei verschleißbedingten Bandscheibenerkrankungen, wie sie im Alter häufig auftreten, kann die Spondylodese Schmerzen lindern, die Lebensqualität verbessern und dabei helfen, Alltagstätigeiten besser bewältigen zu können. Bei dieser Operation werden nebeneinander liegenden Wirbelkörper wieder miteinander verbunden. Dadurch werden Schmerzen, die bei Bewegung in diesem Bereich entstehen, gemindert, bzw. ganz verhindert.

Den Rücken entlasten

Um den Rücken zu entlasten gibt es verschiedene Wege, egal ob mit Hilfsmittel oder ohne. Für das einfache Rücken-Entlasten im Büro und ohne große Aufmerksamkeit zu erregen müsst ihr nur kurz aufstehen, euren Rücken aushängen lassen. Dafür beugt ihr euch nach vorne und lasst Kopf, Schultern und Arme entspannt runter hängen. Verbleibt in dieser Position für mindestens eine halbe Minute. Kommt dann langsam und vorsichtig wieder hoch, hebt die Arme über den Kopf und streckt euch einmal richtig durch. Oftmals ist eine schlechte Haltung am Schreibtisch der Grund für schlimme Rückenschmerzen. Mit einfachen Veränderungen am Arbeitsplatz könnt ihr dem vorbeugen. Auf der verlinkten Fachseite erfahrt ihr, wie ihr die lästigen Büroschmerzen endlich loswerdet.

Für die Version für Zuhause braucht ihr, je nach Rückenschmerz, einen Tennisball oder eine Klimmzugstange. Habt ihr zu lange mit gebeugtem Rücken vor dem Schreibtisch gesessen? Dann hängt euch an eure heimische Klimmstange und lasst den ganzen Körper einmal aushängen. Leider geht das aber nicht bei jeder Klimmzugstange, da sie in einer Höhe angebracht werden muss, die der Körperlänge mit, nach oben ausgestreckten Armen entspricht.

Befindet sich der Schmerz in einer ganz bestimmten Region, so kann euch ein Tennisball dabei helfen diesen loszuwerden. Legt euch dafür auf einen Teppich und platziert den Tennisball in der schmerzgeplagten Region. Rollt nun in kreisenden Bewegungen mit eurem Rücken über den Tennisball und ihr bekommt eine punktgenaue Massage.

Fazit

Chronische Rückenschmerzen plagen in Deutschland über 30 % der Männer und Frauen und nur die wenigsten konsultieren aufgrund dessen einen Arzt. Wollen eure Rückenschmerzen aber einfach nicht verschwinden, so solltet ihr eine professionelle Meinung einholen, bevor es zu spät ist und ihr euch teuren und komplizierten Operationen unterziehen müsst. Für die klassischen Bürorückenschmerzen hingegen gibt es einige hilfreiche Übungen, mit denen ihr euch sofortige Schmerzlinderung verschaffen könnt.

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