Radioaktivität – die unsichtbare Gefahr

Die Situation in Japan nach der Explosion im Atomkraftwerk von Fukushima und gefürchteten weiteren Explosionen mit radioaktiver Ausstrahlung erinnert uns an die Katastrophe im ukrainischen Tschernobyl 1986.

Dort entwichen nach einer Explosion und nuklearen Kernschmelze grosse Mengen von Radioaktivität, die bis nach Westeuropa gelangten.

Die gesundheitlichen Auswirkungen – ein wesentlicher Anstieg von Krebserkrankungen und Missbildungen bei Neugeborenen in den betroffenden Gegenden – sind bis heute noch spürbar.

Wir alle sind täglich radioaktiven Strahlen ausgesetzt, sei es durch kosmische Strahlungen oder durch terrestrische Strahlung von erdgebundenen Stoffen wie Uran oder Radon.

In der Schweiz z.B. liegt der mittlere Wert der natürlichen Strahlendosis, die in Sievert (Sv) oder in Gray (Gy) gemessen wird, bei 0,0022 jährlich. Es ist umstritten, ob und wie solche Werte die Gesundheit beeinflussen. Werte ab 0,2 SV können gemäß dem Online-Portal „Goruma“ bereits krebserregend sein.

Je nach ihrer Form und Intensität führen radioaktive Strahlungen zu chemischen und biochemischen Verändungen in unserem Körper. Starke Kontamination führt zum Verlust der Teilungsfähigkeit der Körperzellen. Unter den in Japan freigesetzten radioaktiven Stoffen befinden sich Cäsium-137, Strontium-90 und Jod-131.

Gemäß einem Bericht von „Spiegel Online“ hat Cäsium-137 eine 30jährige Halbwertzeit. Es gelangt über die Nahrungskette in den Organismus und lagert sich dort. Strontium-90 ähnelt Calzium. Mit der Ansammlung im Körper steigt das Leukämie-Risiko. Durch Strahlenschädigung besonders gefährdet ist das grösste Organ, die Haut.

Symptome einer Strahlenkrankheit reichen von Malen und Haarausfall über grippeartige Merkmale bis zu Lähmungen und letztlich zum Tod. Spätfolgen einer Überbestrahlung sind Krebserkrankungen und Schädigungen des Erbguts.

Zur Vorbeugung von Schilddrüsenkrebs wird eine sogenannte „Jodblockade“ durch Einnahme von Jodtabletten empfohlen. Wenn die Schilddrüse mit stabilem Jod gesättigt ist, verhindert dies die Aufnahme von radioaktivem Jod.

Die kurz- und langfristigen Auswirkungen der radioaktiven Strahlung für die Bevölkerung in Japan ist noch unklar, da die tatsächliche radioaktive Intensität von Faktoren wie z.B. der Wetterlage bei Austritt abhängt.

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