Rapamycin – ein Jungbrunnen ?

brunnenStudien des Jackson Laboratory in Bar Harbor, Maine, in den USA haben gezeigt, dass Rapamycin das Leben von Mäusen deutlich verlängert. Rapamycin ist ein bakterielles Produkt, das zuerst in einer Bodenprobe von der Osterinsel entdeckt wurde. Rapamycin wechselwirkt mit TOR, einer Kinase, welche die Protein-Translation, Zellwachstum und Zellmetabolismus als Reaktion auf Umwelteinflüsse reguliert. Andere Versuche zeigten bereits Lebensverlängerungen bei Fadenwürmern und Drosophila-Fliegen.

Das Medikament ist eigentlich zugelassen gegen Abstossungsreaktionen bei Organspenden. Nun haben die Forscher Mäuse um bis zu 13% länger leben lassen – ein Durchbruch, was es vorher noch nicht gab.

Ob der Jungbrunnen wirksam am Menschen sein kann ist noch unklar, aber nicht ausgeschlossen. Die Forscher warnen das medikament jetzt einefach als Anti Aging Droge prophylaktisch einzunehmen. Die möglichen Nebenwirkungen einer Langzeiteinnahme sind völlig unklar.

Doch wenn der Mechanismus geklärt ist, können durchaus Medikamente zur Lebensverlängerung hergestellt werden.

Rapamycin fed late in life extends lifespan in genetically heterogeneous mice
D. E. Harrison, et. al., Nature 2009, DOI: 10.1038/nature08221

Rapamycin (Sirolimus)
Sirolimus – Wikipedia

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