Ratgeber Häusliche Versorgung

Aktualisierter „Ratgeber Häusliche Versorgung“ der Deutschen Alzheimer Gesellschaft erschienen

Häusliche Versorgung Demenzkranker – Ein Wegweiser durch den Dschungel der Hilfsangebote

„Diagnose Demenz – muss meine Mutter jetzt ins Heim? Welche Alternativen gibt es? Wer hilft mir, wenn ich die Betreuung übernehme?“

Antworten auf diese Fragen gibt ein Ratgeber der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, der soeben in überarbeiteter Neuauflage erschienen ist. Zwei Drittel der etwa 1,2 Millionen Demenzkranken in Deutschland leben in privaten Haushalten.

Die meisten von ihnen möchten in ihrem vertrauten häuslichen Umfeld bleiben, und ihre Partner und Familien wollen dies zumeist auch. Der „Ratgeber Häusliche Versorgung Demenzkranker“ soll dabei helfen, die oftmals schwierige Betreuung und Pflege zu Hause zu erleichtern.

Dazu sagte Heike von Lützau-Hohlbein, Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft: „Oft fehlt es Angehörigen an Informationen über Beratung, ehrenamtliche Hilfen und professionelle Pflege. Das Angebot ist schwer zu überblicken, und die Bestimmungen der Pflegeversicherung sind nicht gerade leicht zu verstehen.

Deshalb sind viele Hilfemöglichkeiten unbekannt und werden nicht genutzt. Mit dem Ratgeber möchten wir Angehörige dabei unterstützen, die vorhandenen Angebote zu nutzen und sich und den Kranken das Leben etwas leichter zu machen“.

Wenig bekannt ist beispielsweise das Angebot von Betreuungsgruppen, in denen Demenzkranke stundenweise von geschulten ehrenamtlichen Helfern betreut und aktiviert werden, um den Angehörigen eine Atempause zu verschaffen. Für solche Angebote stellt die Pflegekasse Demenzkranken bis zu 200 € monatlich zur Verfügung. Diese Leistungen werden bisher aber nur von einem kleinen Teil der Berechtigten abgerufen.

Der Ratgeber bietet einen Überblick über das ganze Spektrum möglicher Hilfen, angefangen von der ärztlichen Diagnose über die verschiedenen Angebote wie Angehörigenschulungen, Ergotherapie, Tagespflege und ehrenamtliche Helferinnen, bis hin zu den Grenzen, an denen eine häusliche Versorgung nicht mehr zu leisten ist. In dem Band wird erklärt, worauf geachtet werden sollte und welche Finanzierungsmöglichkeiten es gibt.

In die aktuelle Auflage neu aufgenommen wurden ein Kapitel über die besonderen Bedürfnisse und den Unterstützungsbedarf der zunehmenden Zahl allein lebender Demenzkranker sowie der Beitrag über die Begleitung von Menschen mit Demenz in der letzten Lebensphase.

Der Band will Mut machen, Demenzkranke zu Hause zu betreuen, und zeigt, wie dies gelingen kann.

Bestellungen

Deutsche Alzheimer Gesellschaft (Hrsg.). Ratgeber Häusliche Versorgung Demenzkranker. 3. Auflage 2010, 168 Seiten, 6 € incl. Porto und Versand. Bestellungen: Deutsche Alzheimer Gesellschaft, Friedrichstraße 236, 10969 Berlin Tel. 030 / 259 37 95 – 0 oder www.deutsche-alzheimer.de

6. Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft „Gemeinschaft leben“, Braunschweig, 7. bis 9. Oktober 2010, Stadthalle Braunschweig. Anmeldung, Informationen und Programm im Internet: www.kukm.de/alzheimer2010

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