Revolution in der Mundhygiene

Mit einer neu entwickelten Bürste, die auf einem seit Jahrtausenden bewährten Naturprodukt beruht, will ein Zahnarzt aus dem Hunsrück die Mundhygiene revolutionieren.

Die Zähne sollen damit besser und schonender als mit der herkömmlichen Methode gereinigt werden können. Auf Zahnpasta und Wasser wird verzichtet.

„Niemand würde auf die Idee kommen, beim Schuheputzen mehrere Schuhe in eine Reihe zu stellen, Chemie und Granulat darüber zu schütten und sie dann mit einem groben Straßenbesen abzuschrubben. Leider funktioniert in etwa so das herkömmliche Zähneputzen“, sagt Thilo Grauheding.

Der Zahnarzt aus Morbach im Hunsrück bietet nun mit seiner patentierten „SWAK-Einbüschelbürste“ eine angeblich wesentlich schonendere, effektivere und umweltfreundlichere Alternative an.

Geputzt wird mit einem aufgefaserten Aststückchen vom sogenannten Zahnbürstenbaum (Salvadora persica L.). Mit diesem als „Miswak“ oder „Siwak“ bezeichneten Zweig reinigen sich seit vielen Jahrhunderten Menschen in Indien, im Nahen Osten und Afrika die Zähne.

Der Zahnarzt und Erfinder Thilo Grauheding hat das feinfaserige Holz auf einen gut in der Hand liegenden Griff geschraubt und dieses neuartige System immer weiter verfeinert.

Vor kurzem ist die „SWAK“ -Bürste in Serie gegangen und könnte zum wahren Renner werden. Denn nachweislich enthält der bereits im Koran erwähnte Zahnbürstenbaum von Natur aus viele Wirkstoffe, die der Gesundheit des Zahns und der Mundschleimhaut förderlich sind. Somit gibt es nun Bürste und Paste in einem.

Enthalten sind unter anderem das zahnschmelzhärtende Fluorid sowie Silizium, das als sanfter Putzkörper fungieren soll. Verschiedene weitere Mineralien haben eine antibakterielle und konservierende Wirkung. „Auf Zahnpasta kann also getrost verzichtet werden“, erklärt Grauheding. Auch Wasser wird beim Putzen mit der „Swak“ nicht benötigt:

Während der Zahnreinigung gibt das Holz ein wenig seines aromatischen Safts ab. Geputzt werden könne also unabhängig vom Waschbecken, ob beim Fernsehschauen oder im Auto an der Ampel.

Nicht nur die Inhaltsstoffe, sondern auch die Beschaffenheit der Oberfläche des aufgefaserten Miswakzweiges begeistern den Zahnarzt und Erfinder: „Für die Reinigung des Zahnschmelzes ist sie optimal.“ Im Gegensatz zu den oft harten Plastikborsten einer herkömmlichen Zahnbürste würden Zahn und Zahnfleisch nicht abgeschmirgelt.

In seiner Praxis habe er schon oft gravierende „Putzschäden“ diagnostiziert. Durch Nylonzahnbürsten „weggefräste Zahnsubstanz“ könne eine Ursache für Zahnfleischschwund sein und sorge dann für die weit verbreitete Kälteempfindlichkeit frei liegender Zahnhälse. Der gute Putzeffekt sei nach der „SWAK“ -Anwendung auch spürbar: Mit der Zungenspitze fühlten sich die Zähne sehr glatt an, so Grauheding.

Die Anwender der SWAK-Zahnbürste müssen sich allerdings erst mit der neuen und zunächst ungewohnten Putztechnik vertraut machen. Ein Video auf Grauhedings Homepage zeigt, wie das „Köpfli“ mit sanfter Bewegung über die an das Zahnfleisch angrenzenden Zahnoberflächen geführt wird. So sollen vorhandene Plaque-Kolonien gelöst und unschädlich gemacht werden. Das in den wiederverwendbaren Kunststoffgriff aus nachwachsenden Rohstoffen geschraubte Holzstückchen ist laut Grauheding ähnlich lange haltbar wie eine herkömmliche Zahnbürste.

INFO Weitere Infos im Internet unter www.zahnbewusstsein.de

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