„Du siehst blass aus, bist du krank?“ – „Nein, ich hab nur schlecht geschlafen.“ Wer nachts mit Schlafproblemen kämpft und am Tag müde, unkonzentriert und antriebslos ist, bezeichnet sich nicht zwangsläufig als krank.
Bei einzelnen unruhigen Nächten ist das auch angemessen. Doch viele Menschen leiden regelmäßig darunter, dass sie nachts nicht richtig zur Ruhe kommen.
Das zeigt der Gesundheitsreport der DAK. Die Hälfte der Befragten kennen das Problem aus eigener Erfahrung. Umgerechnet auf die erwerbstätige Bevölkerung sind das rund 20 Millionen Betroffene.
Rund vier Millionen davon leiden unter schweren Schlafstörungen und sind in ihrem Alltag stark beeinträchtigt. Weil sie kaum noch eine Nacht durchschlafen können, quälen sie sich jeden Tag übermüdet durch ihren Job.
Schlechter Schlaf als Auslöser für ernsthafte Erkrankungen Wer regelmäßig schlecht schläft, ist nicht nur in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Auch Immunsystem und Stoffwechsel reagieren darauf, wenn die regenerierende Wirkung des Schlafs langfristig gestört ist.
Vielen Betroffenen ist nicht klar, dass chronische Schlafbeschwerden die Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen, Infektionen den Weg bereiten und zu depressiven Erkrankungen führen können. Doch nicht nur die Gesundheit leidet, wenn der Schlaf zu kurz kommt. Auch die Leistungsfähigkeit im Job ist erheblich beeinträchtigt, wenn Menschen unausgeschlafen und erschöpft ihre Arbeit beginnen.
Die wirtschaftlichen Folgen lassen sich nicht genau beziffern. Fest steht jedoch: Viele berufliche Fehlentscheidungen und Arbeitsunfälle gehen auf Schlafmangel zurück oder werden dadurch begünstigt. „Wer bei der Arbeit regelmäßig auf hohem Level Leistungen erbringt, braucht gesunden und erholsamen Schlaf“, sagt Prof. Dr. h.c. Herbert Rebscher, Vorstandsvorsitzender der DAK.
DAK klärt auf und bietet Unterstützung Als Krankenkasse hat die DAK ein großes Interesse daran, über die möglichen Auswirkungen von Schlafstörungen aufzuklären und zu helfen, die eigene Situation richtig einzuschätzen. Bei ernsthaften Beschwerden rät die DAK zum Arztbesuch.
Hinweise für die richtige Einschätzung von Schlafstörungen finden Betroffene auf der DAK-Website. Viele sehen eine Lösung in Medikamenten, die kurzfristig Abhilfe schaffen – ohne zu wissen, wie leicht sie dadurch in Abhängigkeit geraten können. „Schlafmittel sind hilfreich, wenn sie indikationsgerecht angewendet werden“, sagt DAK-Chef Rebscher. „Patienten sollten aber unbedingt über Nutzen und Risiken der Medikamente aufgeklärt werden“, fordert er.
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