Gesellschaft ohne Schlaf? Woran liegt es, dass sich Schlafstörungen gewissermaßen zu einer Volkskrankheit entwickelt haben? Eine der Hauptursachen besteht in der wachsenden Alltagsbelastung. Fast 40 Prozent der Menschen mit Schlafproblemen leiden laut der DAK-Befragung unter besonderem Stress oder Belastungen.
Die Anforderungen an ihre Arbeitsleistungen steigen stetig, zugleich wächst die Sorge um den Erhalt des Arbeitsplatzes. Daneben spielen auch gesellschaftliche Veränderungen eine Rolle. Längere Ladenöffnungszeiten im Einzelhandel, Ausweitung der Schichtdienste, unregelmäßige Arbeitszeiten und eine stetige Verlagerung von Arbeit in das Privatleben: Der natürliche Lebensrhythmus gerät zunehmend aus dem Takt. Nie zuvor haben Menschen unregelmäßiger und durchschnittlich weniger geschlafen als heute.
Was hilft bei Schlafstörungen? Arbeitszeiten kann der Einzelne nicht einfach so verändern, Stress im Beruf bleibt nicht aus. Doch jeder hat es in der Hand, für Erholung in der Freizeit zu sorgen. Das bedeutet zum Beispiel, nicht zu spät am Abend zu essen und Fernsehen oder Mobiltelefone aus dem Schlafzimmer zu verbannen.
Alkohol sollte nicht als Schlafmittel „missbraucht“ werden. Verbraucher finden bei der DAK umfassende Informationen zum Thema gesunder Schlaf. DAK-Versicherte erhalten zudem Zuschüsse für Kurse, die Entspannungstechniken wie Yoga oder Tai Chi vermitteln und damit eine gute Voraussetzung für gesunden Schlaf bieten.
Den Schlaf mehr achten So sehr wir heute darauf bedacht sind, gesund zu leben: Mit dem Schlaf gehen viele noch immer sparsam um. Menschen, die anscheinend mit nur wenigen Stunden Schlaf auskommen, werden dafür bewundert. Und Einzelne schlucken lieber eine Pille, um gegen die Müdigkeit anzukämpfen, als zu Bett zu gehen.
Es ist an der Zeit, die nächtliche Ruhe wieder mehr schätzen zu lernen. Nicht zuletzt deshalb, weil Schlaf unsere Leistung auf ganz natürliche Art steigert. Diese Wirkung ist wissenschaftlich nachgewiesen und hat eine einfache Formel: Schlafen Sie gut!
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