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Schnell verdientes Geld mit der Samenspende?

Den Job eines Samenspenders stellt man sich gemeinhin ziemlich einfach vor und assoziiert ihn mit schnell verdientem Geld, schließlich muss Mann dafür nur eins tun: masturbieren. In Filmen ist das zumindest so! In der Realität sieht das freilich ganz anders aus und ist wohl kaum ein lukratives Geschäft. Trotzdem gehen immer wieder Männer zur Samenspende hin und tun es – wieso?

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Das Sperma der Spender wird zunächst eingefroren und so gelagert.

„Wenn ich groß bin, werd‘ ich Samenspender…“

So wie wir als Kind Feuerwehrmann oder Polizist werden wollen, so ist der Wunsch Samenspender zu werden wohl kaum in der Bevölkerung verbreitet. Trotzdem braucht es auch hierfür eine ausführliche Bewerbung mit Abschlusszeugnissen, Foto, Lebenslauf und ähnlichen Dokumenten. Denn nicht jeder Mann kann einfach so zum Samenspender werden und ins kleine Becherle onanieren. Zwischen 18 und 45 Jahre alt muss der Mann sein, der darf, außerdem gesund und gebildet, schließlich will man gute Gene. Den gesamten Anforderungskatalog an einen Samenspender gibt es hier online zum durchlesen.

Und gibt es Kohle dafür?

Ist Mann dann in den Olymp der Samenspender aufgestiegen und von einer Samenspendebank akzeptiert worden, dann bekommt man pro Spende eine Aufwandsentschädigung zwischen 60 und 100 Euro. Reich wird damit also keiner! Und seit Februar 2013 hat sich zudem auch die gesetzliche Lage für Samenspender „verschlechtert“: Denn nun haben Kinder aus Samenspenden ab dem 18. Lebensjahr das Recht darauf, ihren wahren Vater von der Spenderbank zu erfahren. Zwar können sich Männer vorab vertraglich wohl gegen drohende Unterhaltszahlungen absichern, dennoch ist die Zahl der Spender seitdem zurückgegangen.

Wieso wird man Spender?

Die Aufwandsentschädigung ist für viele Männer wohl nicht der entscheidende Grund, sich als Spender zu bewerben. Denn Zeitaufwand und rechtliche Unsicherheit werden damit nicht gewinnbringend entlohnt. Allerdings spenden viele gesunde und junge Männer Sperma, weil sie aus dem persönlichen Umfeld Fälle kennen, in denen der Kinderwunsch aufgrund von Unfruchtbarkeit unerfüllt bleibt. Medial wird uns heute auch immer häufiger vermittelt, wie schwer es für manche Paare ist, den Kinderwunsch zu erfüllen. Die Samenspende ist dann also wirklich eine milde Gabe!

Hier gibt es noch ein interessantes Interview mit einem Samenspender zum Nachlesen.

Bild: Monkey Business Images, shutterstock.com

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