Schutz vor schädlichen Gasen im Haus

Gefahren durch Gase aus der Erde werden beim Hausbau oder der Altbausanierung oft unterschätzt oder bleiben aus Unkenntnis unbeachtet.

An erster Stelle sind hier Methan und Radon zu nennen, die an etlichen Bauplätzen in der Bundesrepublik verstärkt aus der Erde treten – und damit nicht nur das Eigenheim an sich, sondern auch die Gesundheit der Bewohner massiv gefährden können.

Methan ist ein ungiftiges, farb- und geruchloses Gas, das ab einer bestimmten Konzentration hoch entzündlich ist. Sammelt es sich unbemerkt in einer geschlossenen oder schlecht belüfteten Umgebung, kann es zu folgenschweren Explosionen kommen.

Die so genannten Schlagwetter, Grubengasexplosionen in Kohlebergwerken, sind das bekannteste Beispiel. Aber natürlich kann sich Methan auch in Kellerräumen ansammeln. Wenn dort die kritische Gaskonzentration erreicht ist, reicht ein Funke aus, um zur Explosion zu führen.

Gefahr aus der Tiefe

Radon ist ein radioaktives Gas, das ebenfalls aus dem Erdreich austritt und sich in Gebäuden, vor allem in Kellern und unteren Stockwerken ansammeln kann – und zwar in physiologisch bedeutender Menge.

Das Einatmen von Radon erhöht das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, deutlich. Pro Jahr lassen sich in Deutschland ca. 1.900 Todesfälle bei Lungenkrebserkrankten auf Radon zurückführen. Radon gilt als dritthäufigste Ursache für Lungenkrebs1.

Besonders betroffen von der unsichtbaren Gefahr aus der Erde sind (ehemalige) Bergbaugebiete wie das Ruhrgebiet.

Aber auch in Bayern, Sachsen, Thüringen und anderen Landstrichen ist die Gefahr erhöhter Gasemissionen groß. Je nach Region wird dann eine so genannte Gasflächendrainage vorgeschrieben oder empfohlen.

Die Wirkungsweise ist ebenso einfach wie genial: Eine Kunststoffnoppenbahn wie beispielsweise Delta-Terraxx von Dörken bildet eine passive Drainage, die austretendes Gas aus dem Baugrund ungehindert um das Gebäude herum ausströmen und in die Umgebungsluft abziehen lässt.

Wer baut oder saniert, sollte den Schutz vor Gasen nicht auf die leichte Schulter nehmen und im Zweifelsfall eine Messung (z.B. durch das Institut Fresenius) in Auftrag geben.

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