Sind Designer-Marken wirklich besser als Billig-Labels?

Marken Klamotten werden immer mehr und mehr zum Status-Symbol. Nur die Reichen haben das nötige Geld, ausschließlich Marken-Kleidung  zu tragen. Aber sind sie wirklich so viel besser, als die No-Name-Kleidung oder die Billig-Labels?

Die Designer-Marke Hugo Boss auf Platz eins der Lieblings-Labels.

Die Designer-Marke Hugo Boss rangiert auf Platz eins der Lieblings-Labels.

Das Tragen von Designer-Labels stärkt das Selbstbewusstsein

Unter dem Begriff „Markenklamotten“ versteht die heutige Gesellschaft teure Designer-Labels wie Armani, Gucci, Prada oder Dolce & Gabbana. Zwar sind H&M und Zara auch durchaus Marken, doch sie werden eher als Billiglabel gesehen. Die Lieblings-Designer-Marke der Männer ist laut menshealth Hugo Boss. Gerade bei Jugendlichen wird das Tragen von Markenklamotten zunehmend zum Status-Symbol.  Und warum? Laut einer US-Studie steigern Markenklamotten das Selbstwertgefühl. Damit sagen die Träger „Schaut her, ich habe das Geld um mir das zu leisten. Ich bin besser als ihr“.

Wer hat bessere Qualität?

Tatsächlich ist die Verarbeitung bei Markenkleidung für gewöhnlich besser. Wer 200-Euro-Jeans von True Religion mit beispielsweise günstigen Kik-Hosen vergleicht, wird schnell einen Unterschied in der Qualität bemerken. Allerdings auch einen hohen Unterschied im Preis. Während Kik sein Geld mit Hilfe günstiger Farben und Textilien spart, achten die teuren Marken auf qualitative Farben und Stoffe. Das macht sich auch dementsprechend im Preis bemerkbar.

In manchen Punkten sind Marken- und Billig-Klamotten gleich

Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt allerdings nicht immer. Beispielsweise stammt der Großteil der Kleidung von Hollister (wie auch von vielen anderen Mode-Unternehmen) aus China, ebenso wie H&M.  Ein Einfaches T-Shirt bei Hollister kostet um die 30 bis 40 Euro. Bei H&M hingegen gibt es schon welche ab fünf Euro. Dabei ist die Bearbeitung beinahe gleich schlecht. Es wird nur der Name bezahlt. Glücklicherweise gibt es immer wieder Online-Shops, wie beispielsweise Dress-For-Less, die Markenklamotten bezahlbar machen.

Im Jahr 2012 machten giftige Chemikalien in vielen Marken-Klamotten Schlagzeilen. Dabei war es egal ob die Textilien von Edelmarken wie Armani und Marco Polo oder von günstigen Anbietern wie H&M und Zara kamen. Wie Greenpeace sogar bekannt gab, waren krebserregende Stoffe in der Kleidung nachweisbar.

Für Deutsche muss das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen

Doch allzu viel Wert legt der deutsche Durchschnittsbürger scheinbar nicht auf das Label seiner Kleidung. Einer Umfrage zufolge muss für rund 90 Prozent aller Deutschen das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen. Im Jahr gibt ein alleinlebender Mann 336 Euro für Kleidung aus. Diese Jahres-Summe reicht nicht einmal für einen Armani-Anzug aus. Alleinlebende Frauen kaufen mit 588 Euro im Durchschnitt wesentlich mehr bzw. teurere Kleidung ein.

Foto: MJTH/shutterstock.com

 

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