soja sojabohne gesund

Soja: gesund oder schädlich?

Immer, wenn etwas über den Klee gelobt und angepriesen wird, kommt irgendeiner um die Ecke und bemängelt es doch. So erging es in den letzten Jahren auch der Sojabohne. Erst wurde sie als gesunde Hülsenfrucht gepriesen, die einen idealen Ersatz zu Fleisch darstellt, da sie neun Aminosäuren enthält. Außerdem ging man lange davon aus, dass sich der Verzehr von Soja positiv auf die Symptome der Wechseljahre von Frauen auswirken kann und darüber hinaus krebsvorbeugend sei. Dann kamen neue Studien, die eine krebserregende Wirkung von Soja vermuteten. Seit dem kursieren unterschiedlichste Meinungen und Forschungen durchs Netz. Fakt ist, dass Soja die Gemüter erregt und die Forschung beschäftigt.

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Soja ist vielseitig - die meisten von uns kennen sie als Tofu oder Sojasoße

Soja als hormonähnlicher Stoff?

In Sojabohnen findet man reichlich sogenannte Phyto-Östrogene in Form von Isoflavon. Das heißt, dass diese Isoflavone in ihrer Struktur dem Hormon Östrogen sehr ähnlich sind. Hierbei stehen sich nun unterschiedliche Forschungsergebnisse gegenüber: die einen vermuten eine positive Auswirkung, die anderen eine krebsfördernde Auswirkung. So ging man in den 1990ern und Anfang des Jahrtausends davon aus, dass Soja aufgrund der enthaltenen Isoflavone etwa vor Brustkrebs oder auch Darmerkrankungen schützen könne. Neuere Studien hingegen vermuten eine schädliche Wirkung, wenn Isoflavone hochkonzentriert konsumiert werden. Jedoch werden hier die Studien oft an Tieren durchgeführt. (Quelle)

Diese experimentellen Studien werden unter anderem von der Initiative für Isoflavon-Forschung e.V. stark kritisiert. Denn durchgeführt an Tieren ohne Immunsystem und ohne eigene Estrogenproduktion, sind die Ergebnisse kaum auf den Menschen übertragbar.

Die Menge macht es

Aktuell geht man davon aus, dass die Menge an Phyto-Östrogenen, die Erwachsene durch Sojabohnen aufnehmen, weitestgehend unbedenklich und in manchen Fällen eher gesundheitsförderlich ist. Soja-basierte Spezialnahrung für Babys ist allerdings deutlich umstrittener. (Quelle)

Wie bei so vielen anderen Lebensmitteln, macht es also auch hier die Menge. Denn so kommen in zahlreichen Lebensmitteln Spuren von schädlichen Stoffen vor, die aber in einer geringen Dosis keine Auswirkungen haben. Gleiches gilt ja auch für Fett, Alkohol oder Zucker: in Maßen kann der Mensch das zu sich nehmen, jedoch in Massen wird es ungesund.

Bild: Igor Dutina, shutterstock.com

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