Sorgen um die Krankenversorgung

Viele Deutsche werden von Sorgen um ihre Krankenversorgung geplagt



Viele deutsche Patienten fürchten sich angesichts des Kostendrucks im deutschen Gesundheitswesen um ihre medizinische Versorgung im Krankheitsfall.

So plagen sich viele mit der Angst, notwendige Medikamente aus Kostengründen nicht verschrieben zu bekommen, oder wegen zu hoher Kosten nicht hinreichend im akuten Krankheitsfalle behandelt werden zu können. Dies macht eine aktuelle Studie deutlich.

Eine Studie des Allensbach-Instituts und des Finanzdienstleisters MLP ergab, das 42 Prozent aller Deutschen sich Sorgen machen, auf Grund des steigenden Kostendrucks im deutschen Gesundheitswesen, im Falle einer Krankheit für die Behandlung notwendige kosten intensivere Medikamente oder Leistungen nicht verschrieben zu bekommen, oder Einschränkungen bei der Behandlung ihrer Krankheit fürchten zu müssen.



Unterscheide zeigten sich hierbei deutlich bei den gesetzlich Versicherten und den privat Versicherten. So gab 38 Prozent der gesetzlich versicherten Patienten an, sie hätten das Gefühl, das ihnen aus Kostengründen bereits Behandlungen oder Medikamente vorenthalten worden seien. Bei den privat versicherten Patienten waren nur neun Prozent dieser Auffassung.

Für die finanziellen Probleme der gesetzlichen Krankenkassen machten laut der Studie 70 Prozent der Befragten überhöhte Medikamentenpreise und 68 Prozent den demographischen Wandel verantwortlich. Auch sind 50 Prozent der Befragten der Meinung, dass viele Deutsche zu häufig zum Arzt gehen würden. Unterstützt wird diese Meinung im Übrigen von rund 70 Prozent aller Ärzte.

Zur Finanzierung des angeschlagenen Gesundheitssystems würden laut der Befragung rund zwei Drittel der Bürger den Vorschlag unterstützen, dass Versicherte, die keine Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch nehmen, stärker an den Behandlungskosten beteiligt werden.

Von einer ähnlichen hohen Akzeptanz ist der seit einigen Jahren immer wieder diskutierte Vorschlag, Leistungen, die nicht zwingend zur Heilung der Krankheit notwendig sind, nicht mehr von den Krankenkassen übernommen werden.



Bildquelle: aboutpixel.de / arzt im dienst © regine schöttl

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