Sport für das Gehirn

Gehirn Jogging ist vielen ein Begriff. Dabei geht es um spezielles Training, mit dem das Gedächtnis fit gehalten oder wieder fit gemacht werden soll.

Wissenschaftler haben jetzt allerdings herausgefunden, dass das Gehirn auch von einer anderen Art des Trainings massiv profitiert, dem Ausdauersport.

Intensive körperliche Ertüchtigung macht nach Aussagen der Untersuchungen der Wissenschaftler nicht nur den Körper fit. Schon ein leichtes körperliches Training kann zu einer Vergrößerung bestimmter Bereiche des Gehirns und somit zu einer deutlichen Verbesserung des Gedächtnisses führen. Damit kann der besonders im Alter auftretende Gedächtnisschwund wirkungsvoll aufgehalten werden.

Mit zunehmendem Alter schrumpft ein bestimmter Bereich des Gehirns auch bei gesunden Menschen um ein bis zwei Prozent im Jahr. Dieser Bereich ist der Hippocampus, die Hirnregion, die an allen wesentlichen Gedächtnisprozessen beteiligt ist.

Um heraus zu finden, ob es eine Möglichkeit gebe, dieser Schrumpfung entgegen zu wirken, starteten Forscher der University of Pittsburgh eine auf ein Jahr angelegte Langzeitstudie mit 120 Menschen zwischen 55 und 80 Jahren. Diese wurden dabei in zwei Gruppen aufgeteilt.

Die eine Gruppe absolvierte drei mal in der Woche ein intensives Ausdauertraining, welches aus ausgedehntem Gehen bestand. Die zweite Gruppe machte in ebenfalls regelmäßigem Abstand Dehnübungen. Nach einem Jahr wurde die Region des Hippocampus im Gehirn bei beiden Gruppen untersucht.

Es stellte sich heraus, dass bei denjenigen Versuchsteilnehmern, die das regelmäßige und ausdauernde Gehen gemacht hatten, sich diese Region um etwa zwei Prozent vergrößert hatte.

In der Vergleichsgruppe derjenigen, die die Dehnübungen durchgeführt hatten hingegen war eben dieser Bereich um etwa 1,4 Prozent geschrumpft, die durchschnittliche rate dessen, um die der Bereich im Jahr statistisch gesehen weniger wird.

Mit der Zunahme des Hippocampus Volumens ging außerdem nicht nur eine verbesserte Gedächtnisleistung, sondern auch eine Zunahme des Moleküls BDNF einher, welches mit Lern- und Gedächtnisleistungen in Verbindung gebracht wird.

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