Sprechstunde für ältere Paare

paar_strandAn der Universitäts-Frauenklinik Münster gibt es einmal pro Woche ein Beratungsangebot für ältere Paare mit sexuellen Problemen. Häufig sind Wechseljahresbeschwerden der Frau der Grund für einen Besuch der sogenannten „Late Love“-Sprechstunde.

Die „Late Love“-Sprechstunde wird von der Frauenärztin Dr. Oelmeier vom Universitätsklinikum Münster zusammen mit der auf Sexualberatung spezialisierten Ärztin Hildegard Stienen geleitet. Die Resonanz auf das Projekt sei groß, sagten die Ärztinnen auf einer Veranstaltung des Unternehmens Dr. Wolff in Hamburg. So könne etwa bei Frauen die altersbedingte urogenitale Atrophie zu Scheidentrockenheit und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr führen und damit die Lebensqualität beider Partner empfindlich stören.

Leider sei ein so häufiges Problem wie Scheidentrockenheit ein Tabuthema und werde auch von Ärzten im Praxisalltag zu selten angesprochen, sagte Stienen. „Ältere Frauen erleben die Veränderungen ihrer Genitale wie ein Versagen oder ein Versiegen ihrer Sexualität“, so Stienen. Sie rate den Paaren, mehr über ihre Ängste und Erwartungen in Verbindung mit dem Älterwerden zu sprechen und sich nicht einfach mit den Beschwerden abzufinden. So gebe es bei vaginaler Trockenheit viele Möglichkeiten, den Hautzustand zu verbessern und damit auch das Risiko für Schmerzen, Blutungen und Infektionen zu verringern.

Neben oral, transdermal und vaginal anzuwendenden Hormonpräparaten gibt es frei verkäufliche nicht-hormonelle Gele und Cremes, erläuterte das Beratungs-Team. Seit vorigem Jahr ist mit Vagisan® Feuchtcreme zudem ein Produkt mit zusätzlichem Lipidanteil im Handel. Die feuchtigkeitsspendende, pflegende Creme lindert Beschwerden durch Scheidentrockenheit infolge atrophischer Genitalveränderungen oder im Zusammenhang mit gynäkologischen Operationen, Tumortherapien, Medikamenteneinnahme sowie Schwangerschaft und Stillzeit. Die Creme kann bei Bedarf täglich angewendet werden und beeinträchtigt nicht die Sicherheit von Kondomen.

Interessenten können sich unter der Telefonnummer 02 51-83-4 80 15 melden

Quelle: http://www.isg-info.de

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