Stress

mann_yoga_strandWas bedeutet Stress für den Körper ?

Stress war und ist überlebenswichtig. Bei Gefahr reagiert der Körper mit einer Gesamt-Mobilmachung. Genetisch hat unser Körper aus tausenden von Jahren Evolution gelernt uns auf Kampf oder Flucht vorzubereiten:

Der Puls wird schneller, der Blutdruck geht nach oben, die Pupillen erweitern sich, die Muskeln spannen sich an. Der Körper schüttet Stresshormone aus und stellt in Sekundenbruchteilen zusätzliche Energie zur Verfügung.

Doch leben wir nicht mehr in der Steinzeit und können die mobilisierte Energie im Büro kaum ausleben. Damit entfällt das Ventil, um aus den Druck entweichen zu lassen. Der Körper gerät in einen dauerhaften Alarmzustand (chronischer Stress). Jeder Dritte in Deutschland leidet permanent an Stress-Symptomen. Und bei Dauerstress kann es zum sogenannten Burnout kommen.

Man unterscheidet in positiven Stress (Eustress) und negativem Stress (Dysstress):

Als Eustress werden diejenigen Stressoren bezeichnet, die den Organismus positiv beeinflussen. Ein grundsätzliches Stress- bzw. Erregungspotenzial ist jedoch für das Überleben eines Organismus unabdingbar. Eustress erhöht die Aufmerksamkeit und fördert die maximale Leistungsfähigkeit des Körpers, ohne ihm zu schaden. Im Gegensatz zum Distress wirkt sich Eustress auch bei häufigen, langfristigem Auftreten positiv auf die psychische oder physische Funktionsfähigkeit eines Organismus aus.

Dysstress
Negativ sind diejenigen Reize, die als unangenehm, bedrohlich oder überfordernd gewertet werden. Stress wird erst dann negativ interpretiert, wenn er häufig auftritt und kein körperlicher Ausgleich erfolgt.
Dystress führt zu einer stark erhöhten Anspannung des Körpers (Ausschüttung bestimmter Neurotransmitter und Hormone, z.B. Adrenalin und Noradrenalin). Auf Dauer führt dies zu einer Abnahme der Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit. Bei einer Langzeitwirkung von Dystress sowie fehlenden Copingstrategien kann es zu einem Burnout-Syndrom kommen.

Psychosoziale Stressfaktoren:
Zu den schwer wiegenden Lebensereignissen, die bei Menschen Stress auslösen, gehören insbesondere:

  • der Tod eines nahen Familienangehörigen und Scheidung
  • chronische Konflikte in der Paarbeziehung
  • Zeitmangel, Termindruck
  • Lärm
  • Geldmangel, Armut, Schulden, Überschuldung
  • mangelndes Interesse am Beruf und in der Freizeit
  • große Verantwortung
  • Mobbing am Arbeitsplatz, Mobbing in der Schule
  • Schichtarbeit
  • Angst, nicht zu genügen
  • Soziale Isolation, Verachtung und Vernachlässigung
  • Schlafentzug
  • Reizüberflutung
  • Krankheiten und Schmerzen, eigene und die von Angehörigen
  • Seelische Probleme, unterschwellige Konflikte
  • Schwerwiegende Ereignisse (beispielsweise ein Wohnungseinbruch, eine Operation, eine Prüfung)
  • Unterforderung, Langeweile und Lethargie

Bekommt man den eigenen Stress nicht mehr in den Griff, helfen

– Entspannungstechniken (autogenes Training, Meditation, Yoga, etc.)

– ein Anti-Stress-Training

– pflanzliche Medikamente (Hopfen, Baldrian entspannen ganz natürlich)

– ein Urlaub oder eine kleine Auszeit.

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