Therapie für Hepatitis-C in Sicht ?

In ersten Studien wurde eine neue Therapie für Hepatitis-C-Patienten getestet.

Hepatitis C wird meistens übertragen bei:

  • Konsum von Drogen wie Heroin, die dasselbe Spritzbesteck mit anderen Konsumenten teilen
  • Tätowierungen und Piercings, bei Verwendung verunreinigter Instrumente
  • Verletzung mit spitzen und scharfen Instrumenten (Nadelstichverletzung (NSV))
  • Beim Geschlechtsverkehr wird Hepatitis C im Gegensatz zu Hepatitis B  seltener übertragen. Trotzdem sollte man bedenken, dass sich das Virus auch in den Körpersekreten befinden kann und somit auch sexuell übertragen werden könnte.

Die Standardbehandlung besteht derzeit (Stand 2009) aus einer kombinierten Therapie mit pegyliertem Interferon α (Peginterferon alfa-2a bzw. Peginterferon alfa-2b) und dem Virostatikum Ribavirin  über eine Dauer von 24 bis 48, selten 72 Wochen. Peg-Interferon wird einmal wöchentlich als Spritze unter die Haut gesetzt, Ribavirin wird täglich in Tablettenform (bei Kindern teilweise auch flüssig) verabreicht.

Nun haben die Forscher die bisherige Standardmedikation um einen Wirkstoff namens Boceprevir ergänzt. Er hindert das Virus daran, sich zu vermehren.

Patienten, die eine solche Kombinationsbehandlung erhielten, hatten eine fast doppelt so hohe Heilungschance wie Probanden mit der Standardmedikation.

Trotz intensiver Bemühungen wurde bis heute kein wirksamer Impfstoff zur aktiven Immunisierung gegen Hepatitis C gefunden.

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