Traumforschung

Die aktuellen Ergebnisse der Traumforschung zeigen, wie groß die Gefahr ist, im Schlaf manipuliert zu werden.

Das berichtet P.M. MAGAZIN in der aktuellen Ausgabe (11/2010 ab 15. Oktober im Handel).

Seit Anfang 2008 experimentieren Forscher der ATR Computational Neuroscience Laboratories im japanischen Kyoto mit einer Software, die Träume lesen kann. Allerdings muss der Schlafende dafür in einem Magnetresonanztomografen liegen, der die Gehirnaktivitäten scannt.

Aus den aufgefangenen Hirnsignalen rekonstruieren die Computer der japanischen Forscher dann die Bilder, die im Gehirn entstehen. Der deutsche Kognitionsforscher John-Dylan Haynes vom Lehrstuhl für Theorie und Analyse weiträumiger Hirnsignale am Berliner Bernstein Center for Computational Neuroscience ist sogar schon in der Lage „verborgene Absichten und Pläne aus der Hirnaktivität abzulesen“.

Diese Fähigkeit ist den Hirnforschern selbst ein wenig unheimlich. Haynes fordert deshalb neue ethische Richtlinien dafür, wann brain-reading eingesetzt werden darf – und wann nicht. Das Lesen von Gedanken und Träumen ist allerdings nur der erste Schritt auf dem Weg zur totalen Kontrolle des Unterbewusstseins.

Viel spannender und schwieriger ist es, fremde Ideen im Gehirn zu installieren. Auch auf diesem Gebiet macht die Neurowissenschaft riesige Fortschritte. Die Forschungsbehörde DARPA des amerikanischen Verteidigungsministeriums hat einen Helm entwickelt, in dem mikroprozessorgesteuerte Ultraschallkanonen in die Gehirnaktivitäten von Soldaten eingreifen.

Die Schallwellen durchdringen die Schädeldecke und können tief im Inneren des Gehirns gravierende Verhaltensänderungen herbeiführen. Stress, Angst und Schmerzempfindungen werden blockiert, Konzentration und Reaktionsgeschwindigkeit erhöht. Auch diese Technologie ist auf Träume anwendbar.

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