Trinkgelage schädlicher als Feierabendbier

Trinkgelage sind schädlicher als regelmäßiges Feierabendbier



Alkohol schädigt auf Dauer die Gesundheit. Diese Tatsache ist allgemein bekannt. Neu ist allerdings die Erkenntnis, dass es dabei durchaus einen Unterschied macht, ob man einmal pro Woche viel Alkohol trinkt, oder über die sieben Tage der Woche verteilt mäßig Alkohol konsumiert.

Zu diesem Ergebnis kamen französische Forscher anhand einer Studie, in deren Ergebnis sie ebenfalls feststellten, dass auch die Art des konsumierten Alkohols durchaus eine Rolle spielt. Basis der Untersuchung bildeten die Trinkgewohnheiten in Frankreich und Nordirland.

In beiden Ländern ähnelt sich die durchschnittliche Menge des konsumierten Alkohols, allerdings ist ist die Zahl der Herzinfarkte in Nordirland fast doppelt so hoch, wie in Frankreich.



Dies führen die Forscher auf die Trinkgewohnheiten des jeweiligen Landes zurück, da es laut der Untersuchung in Nordirland 20 Mal häufiger als in Frankreich zu „Trinkgelagen“ kommt.

Als ein solches definierten die französischen Wissenschaftler in ihrer Studie Abende, an denen mehr als vier große Gläser Bier oder mehr als vier große Gläser Wein konsumiert wurden, was einer aufgenommen Menge von mehr als 50 Gramm Alkohol entspricht.

Der Studie lagen Daten von über zehn Jahren von knapp 10.000 Männern aus den französischen Städten Lille, Straßburg und Toulouse sowie der nordirischen Hauptstadt Belfast zu Grunde. Unterschieden wurde dabei bei den Studienteilnehmern in Gruppen von Nicht-Trinkern, früheren, regelmäßigen und starken Trinkern. Des weiteren fanden Faktoren wie Rauchen, Alter, körperliche Fitness, Blutdruck und Bauchumfang Eingang in die Untersuchungsergebnisse.

Die nordirischen Versuchsteilnehmer tranken am Wochenende eher viel und auch hochprozentigen Alkohol, während die französischen Teilnehmer der Studie regelmäßig über die Woche verteilt zu einem Glas Wein griffen und auch an den Wochenenden nicht auffällig mehr tranken.

Dies brachte die Wissenschaftler zu der Schlussfolgerung, dass regelmäßiger, gemäßigter Alkoholkonsum ein weniger großes Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden wie einmaliger, exzessiver Konsum.



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