Trotz Überqualifikation zur Festanstellung

Studium, Soft Skills en masse, Auslandserfahrung und trotzdem Probleme, einen Job zu finden? Vor allem sehr gut ausgebildete Personen mit einem tiptop Lebenslauf kassieren von potentiellen Arbeitgebern oft Absagen. Schuld ist die Überqualifikation. Denn nicht jeder Job verlangt eine Promotion oder einen akademischen Werdegang. Oft haben Arbeitgeber Angst, dass die hoch qualifizierten Bewerber den Job nur als kurzen Zwischenstopp nutzen. Mit ein paar Tipps und Tricks kommen jedoch auch Überqualifizierte an die gewünschte Festanstellung.



Exzellente Ausbildung, tiptop Lebenslauf: Überqualifikation kann Ihnen den Job kosten.

Exzellente Ausbildung, tiptop Lebenslauf: Überqualifikation kann Ihnen den Job kosten.

Überqualifikation schüchtert ein

Da dachte man, alles richtig gemacht zu haben, und dank exzellenter Ausbildung und viel Joberfahrung schnell eine neue Arbeit zu finden. Doch die Realität sieht oft anders aus, denn gerade hochqualifizierte Arbeitnehmer finden in ihrer Branche nicht immer die passende Stelle oder wollen sich einfach umorientieren. Für den gewünschten Job sind sie dann aber überqualifiziert. Arbeitgeber schrecken vor allem deshalb vor zu gut ausgebildeten Bewerbern zurück, da sie Angst haben diese würden sich schnell langweilen und bei einem besseren Jobangebot das Weite suchen. Auch herrscht oft der Irrglaube vor, der Bewerber würde ein astronomisch hohes Gehalt erwarten und sich im Betrieb nicht unterordnen können. Doch wer sich im Anschreiben ins richtige Licht setzt und auch im Bewerbungsgespräch überzeugen kann, hat trotz Überqualifikation gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

 

Bewerbungsschreiben: Interesse wecken

Das Bewerbungsschreiben soll das Interesse der Arbeitgeber wecken und Ihnen eine Einladung zum Bewerbungsgespräch einbringen. Überqualifizierte punkten, wenn sie ihre Teamfähigkeit herausstellen und die Überqualifikation herunterspielen. Weitere wichtige Punkte:

  • Betonen Sie bestimmte Stärken strategisch durch fett markierte Passagen und vermeiden Sie es, Stationen im Lebenslauf, die auf Überqualifikation hinweisen, verstärkt auszuführen.
  • Beziehen Sie sich konkret auf die offene Stelle und bringen Sie zum Ausdruck, warum der Job besonders interessant für Sie ist und warum Sie so gut für die Stelle geeignet sind.
  • Wenn Sie vorher in einer ganz anderen Branche gearbeitet haben, die Ihre Qualifikation voraussetzt, ist es wichtig, darauf einzugehen, warum Sie sich neu orientieren möchten.

 

Im Bewerbungsgespräch: Ziele und Hierarchien

Im Bewerbungsgespräch werden Überqualifizierte aller Wahrscheinlichkeit nach mit Fragen über Ihre Ziele rechnen müssen. Hier ist es wichtig, dass Sie deutlich machen, wie essentiell der neue Job für Ihr Karriereziel ist und dass es sich dabei nicht nur um einen Zwischenstopp handelt.
Es kann auch passieren, dass die Managementetage  Einwände gegen die Einstellung eines überqualifizierten Bewerbers hat, da sie fürchtet, dieser könne ihnen den Job wegnehmen. Hier ist es wichtig zu betonen, dass man genau weiß, wie die Jobposition strukturiert ist und sich mit den Aufgaben und dem begrenzten Einfluss wohl fühlt.
Ihre Qualifikationen sollten Sie zwar nicht verschweigen, jedoch im besten Fall immer in Verbindung mit dem Unternehmen setzen. Bestimmt kann die Firma von Ihrer Ausbildung, Sprachkenntnissen oder Soft Skills profitieren und Sie können die Arbeit im neuen Job positiv beeinflussen. Vermeiden sollten Sie jedoch das Prahlen mit Ihrer vorherigen Kariere, besonders dann, wenn bestimmte Punkte nichts mit dem neuen Job zu tun haben und nicht nützlich für den Arbeitsalltag wären.



 

Bild: baranq/shutterstock.com



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