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Vanille, Vanille, wieso schmeckst du so gut?

Vanilleeis, Vanillesoße oder Vanilleplätzchen: Die besten süßen Leckereien sind mit der eher unschönen Schote gewürzt. Vanille gehört nicht nur zu den beliebtesten Geschmacksrichtungen bei Eiscreme, sondern ist auch nicht gerade billig! Zwar sind die Schwankungen des Weltmarkpreises deutlich bemerkbar, doch der Preis bleibt konstant hoch – früher galt Vanille gar als Gewürz der obersten Schicht. Daneben werden der Schote auch noch einige medizinische Wirkungen zugeschrieben. Unter anderem soll sie als Aphrodisiakum dienen. Grund genug, mal genauer in die Schote zu gucken.



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Vanille sieht zwar nicht hübsch aus, ist aber eine Bombe im Essen!

Was die Vanille-Schote alles kann

Nicht nur Schokolade, sondern auch Vanille hat ihren Ursprung im Reich der Azteken. Laut einem spanischen Arzt sollen auch die Indianer im 16. Jahrhundert auf Vanille gesetzt haben, um das Gehirn zu stärken. Daneben wird Vanille eine beruhigende Wirkung zugeschrieben. Und weil das Vanillin chemisch ähnlich aufgebaut ist wie Pheromone, wird ihm auch eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt. Ob es allerdings wirklich hilft, ist nicht bewiesen. Die rauen Mengen, die wir davon verzehren, sprächen wohl weniger dafür, dass Vanille Ursprung unserer Leidenschaft ist, sonst kämen wir wohl gar nicht mehr aus dem Bett. Noch mehr Fakten zur Wirkung gibt es hier zum Nachlesen…

Die betörende Wirkung des Dufts von Vanille würde allerdings erklären, wieso wir sie so gerne essen! Alle Wirkungen, die der Vanille nachgesagt werden, lassen sich als positiv bezeichnen. Eventuell rührt da also auch unsere Vorliebe her. Andere erklären sich die Popularität von Vanille allerdings durch frühe Sozialisation: Schon als Kindern wird uns Vanilleeis, Vanillejoghurt oder Vanillesoße als lecker angepriesen!

Vanilleeis ist neben Schokolade die beliebteste Sorte.

Vanilleeis ist neben Schokolade die beliebteste Sorte.

Preisentwicklung bei Vanille

Vanille gehört zu den teuersten Lebensmitteln weltweit, allerdings schwanken die Preise auf dem Weltmarkt stark. Den absoluten Höhepunkt erreichte der Vanillepreis 2004 mit 500 US-Dollar pro Kilo, allerdings nur als Folge von Engpässen aufgrund eines Taifuns und einer gesteigerten Nachfrage durch Coca-Cola. Letztere brachte 2002 nämlich ihre Vanilla-Coke auf den Markt und auch das Original beinhaltet echte Vanille. Seit 2005 ist der Preis allerdings vergleichsweise niedrig. Trotzdem bleibt für uns Konsumenten Vanille ein Luxusgut, da wir meist pro Schote bezahlen müssen.



Anbaugebiete und geschmackliche Unterschiede

Ursprünglich kam Vanille aus Mexico, wo sie auch heute noch angebaut wird, allerdings nicht mehr mit solch hoher Qualität wie einst. Besonders beliebt und teuer ist heute viel mehr die Bourbon-Vanille aus Madagaskar oder auch Réunion, da sie besonders intensiv schmeckt. Anders dagegen soll die Tahitische Vanille eher würzig schmecken. Außerdem gibt es als vierte Sorte noch die Schoten aus Westindien. Im normalen Lebensmittelhandel haben Sie aber meistens keine so große Auswahl, weswegen es sich lohnt, im Internet – zum Beispiel im Vanille-Shop – hochwertige Vanille zu kaufen. Leider schmeckt bei uns nicht alles, wo Vanille drauf steht, auch immer so lecker-intensiv. Das liegt nicht an den unterschiedlichen Vanillekulturen, sondern an künstlicher Vanille, die in der Lebensmittelindustrie oft zum Einsatz kommt. Wirklich Schade!

Bilder: Robert Kneschke, shutterstock.com / Subbotina Anna, shutterstock.com



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