Hanfoel Hanf | © panthermedia.net /egal

Von Cannabisöl bis Hanfmode – Hanf: Eine Pflanze und ihr Nutzen

Abgesehen von illegalen Rauschzuständen hat Hanf noch eine Menge mehr zu bieten, was besonders für den modernen Mann von Interesse sein kann. Um innovativ zu sein, muss man manchmal nur in die Vergangenheit blicken – bevor Hanf so verpönt war, zählte es zu den wichtigsten europäischen Nutzpflanzen. Ein kleiner Überblick.



Cannabisöl und CBD sind auf dem Vormarsch

Neuestes zuerst: Cannabisöl, zu dem ihr genaueres auch bei der hier verlinkten Infoseite erfahren könnt, ist in der letzten Zeit auf dem Vormarsch und wird immer bekannter – und beliebter. Cannabisöl ist ein ganz natürliches Produkt, das aus der Hanfpflanze gewonnen wird. Der primäre Inhaltsstoff des Öls ist Cannabidiol, welches nicht-psychoaktiv wirkt.

Das Cannabisöl enthält kein THC, das für den bekannten Rausch zuständig (und eine illegale Substanz ist), denn es wird nicht aus den Samen, sondern aus den Blüten und Blättern nahezu THC freier Pflanzen gewonnen.

Wie wird Cannabisöl eingesetzt?

Das Öl hat vielfältige gesundheitliche Nutzen, was es so interessant macht. Es gilt zum Beispiel bei Stress, Essstörungen und kann die Augengesundheit verbessern. Cannabisöl unterstützt das Herz, wirkt gegen Schmerzen und soll sogar bei Krebs eingesetzt werden können. Allerdings gilt es gesetzlich noch nicht als Arznei. Hanföl mit CBD kann legal gekauft werden, was für andere Hanfprodukte wie Haschischöl, THC Öl oder Marihuana Öl nicht gilt.



Voll im Trend: Mode aus Hanf

Aber es geht auch traditioneller, denn ursprünglich wurde Hanf in der Textilproduktion eingesetzt. Ein Großteil unserer Kleidung ist aus Baumwolle hergestellt, die jedoch in unseren Breiten gar nicht wächst. Sie wird in wärmeren Ländern wie der Türkei im großen Stil angebaut, geerntet und verarbeitet.

Die Produktion von Baumwolle verschlingt Unmengen an Wasser und sonstigen Ressourcen, zudem werden die empfindlichen Baumwollpflanzen oft großzügig mit Pestiziden behandelt. Das ist weder förderlich für die Umwelt, noch für die Gesundheit der Menschen, die an der Produktion dieser Fasern beteiligt sind – und es tut auch uns nicht gut.
Erstaunlicherweise kann die Traditionspflanze Hanf hier eine Lösung sein!

Die Vorteile von Hanfkleidung

Hemden, Hosen und Shirts aus Hanf erfreuen sich wachsender Beliebtheit – nicht nur, weil sie stylisch aussehen, sondern auch weil ihr Tragekomfort großartig ist. Kleidung aus der Naturfaser Hanf, über deren zahlreiche Vorteile ihr euch bei dem vorne verlinkten Infomagazin informieren könnt, ist hautfreundlich und umweltfreundlich, wodurch sie die Baumwolle um Längen schlägt. Durch die Wiederentdeckung von Hanf als Nutzpflanze wächst das Angebot an Kleidung aus dieser Faser, sodass sich für jeden Geschmack das Passende finden lässt.

Es lohnt sich, Hanfkleidung einmal auszuprobieren, denn sie hat dieselbe mikroelektrische Spannung wie die Haut des Menschen. Dadurch trägt sich sie besonders angenehm. Sie ist zudem temperaturausgleichend, schützt ohne zusätzliche Imprägnierung vor UV Strahlung und kann bis zu 30% ihres Eigengewichtes an Wasser aufnehmen. Außerdem wirkt sie antibakteriell und lässt auch Pilzen keine Chance. Wow, eine ganz schöne Leistung für eine so schlichte Pflanze!


Aus Hanffasern lassen sich auch weitere Produkte wie Seile, Kosmetik und Nahrungsmittel herstellen.


Hanf statt Holz – Papier aus Hanf

Hanfsamen | © panthermedia.net /JGade

Hanfsamen | © panthermedia.net /JGade

Hanf wächst in einem Jahr bis zu einer Höhe von zwei bis vier Metern und kann mehrmals jährlich geerntet werden – dafür brauchen Bäume Jahrzehnte. Schon die Chinesen haben vor 2000 Jahren Papier aus Hanf gemacht. Hanf liefert auf der gleichen Fläche einen viermal höheren Ertrag und lässt sich zudem leichter zu Papier verarbeiten, denn die Fasern, die den Bäumen die Stabilität verleihen, müssen nicht mühsam aus der Faser gelöst werden.

Papier aus Hanf, über das ihr bei diesem beliebten Anbieter mehr erfahren könnt, ist säurefrei und hält Jahrhunderte lang, während Papier aus Holz sich vergleichsweise schnell zersetzt. Im privaten Bereich ist es vielleicht nicht so wichtig, dass die Liebesbriefe oder Dokumente die Jahrzehnte überdauern, doch gerade in Archiven und Bibliotheken kann Hanf als Alternative eine gute Lösung für eine dauerhafte Archivierung sein.

Der Anbau von Hanf schont die Umwelt

Man darf gespannt sein, was die Zukunft mit Hanf bringt. Wird der regionale Anbau ausgebaut, sodass auf die Wasser schluckende und von fern importierte Baumwolle vermehrt verzichtet werden kann? Hanf eignet sich weniger für lange Transporte und kann seine Stärken am besten ausspielen, wenn es vor Ort verarbeitet wird. Dafür braucht es jedoch spezielle Maschinen, die erst angeschafft werden müssen.

Ökologische Vorteile von Hanfanbau

Dennoch hat der Anbau von Hanf viele ökologische Vorteile, welche ihr der hier verlinkten Fachseite entnehmen könnt. Die bescheidene Pflanze wächst tatsächlich überall, von den Tropen bis nach Sibirien, was dazu führen könnte, dass weniger Produkte auf kilometerweiten Wegen über den halben Globus transportiert werden müssen. Hanf ist unempfindlich, wächst schnell und stark und ist resistent gegen Schädlinge und

Krankheiten. Es benötigt keinerlei Pestizide beim Anbau und wird auch nicht von Pilzen befallen. Hanf wächst sehr dicht, deswegen haben Unkräuter keine Chance und müssen auch nicht bekämpft werden. Das freut die Bienen, Bodentiere und Vögel, die unter den großzügig verspritzten Herbiziden auf anderen Feldern sehr zu leiden haben. Man kann diese Pflanze beinahe als Wunderkraut bezeichnen, denn im Gegensatz zu vielen anderen Nutzpflanzen laugt sie den Boden nicht aus, sondern bereitet ihn durch ihre tiefen Wurzeln perfekt für die nächste Fruchtfolge vor. Produkte aus Hanf sind also organisch, unbelastet von Giften und zudem umweltfreundlich.

Fazit zu Hanf: Eine Pflanze und ihr Nutzen

Was hält uns davon ab, Hanf im großen Stil zu verwenden? Die erstaunliche Pflanze hat viel von ihrem beschatteten Image verloren und wird immer bekannter. Verschiedene Studien beschäftigen sich mit ihrem Anbau und Nutzen und werden sicherlich dazu führen, dass die Nutzung dieser jahrhundertealten Pflanze weiter ausgebaut wird. Hanf ist ein Geschenk der Natur – auch ganz ohne THC.



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