Frauen legen Geld besser an | © panthermedia.net / konstantynov

Von wegen Aktienprofis! – Warum Männer in Aktien schlechter investieren als Frauen

Frauen sind die besseren Geldanleger! So heißt es zumindest nach den neusten Erkenntnissen verschiedener Banken. Frauen sind in diesem Bereich besser als Männer und ältere Frauen sind erfolgreicher als Junge. Bei einer Auswertung von tausenden Wertpapieren erzielten Frauen ein Plus von 5,8 % und hatten am Ende des Jahres 1,7% mehr Geld als die Männer. Das mag nun gerade den Männern nicht sonderlich viel vorkommen, dieses Plus von 1,7 % mehr als bei den Männern kann sich über die Jahre aber bis hin zu einem vierstelligen Differenzbetrag entwickeln.

Doch das liegt nicht etwa am Glück, das den Frauen wohlgesonnen ist. Auch in den Vorjahren hatten die Frauen bei der Aktienanlage immer dieNase vorn. Frauen sind die besseren Aktienanleger. Das ergab jedenfalls eine amerikanische Studie. Die University of California hat herausgefunden, dass die Rendite des weiblichen Aktiendepots im Schnitt 1,4 % höher liegt als die des Männerdepots. Das liege zum einen daran, dass Frauen sorgfältiger auswählen und Erfahrungen und Testergebnisse zu zu den Aktiendepots in die Entscheidung mit einfließen lassen. Männer hingegen sind auf große und schnelle Gewinne aus und handeln deshalb meist risikofreudiger.

Risikoscheu ≠ Risikobewusst

Von Frauen das Geld anlegen lernen | © panthermedia.net / Goodluz

Von Frauen das Geld anlegen lernen | © panthermedia.net / Goodluz

 

Auch wenn die beiden Wörter „Risikoscheu“ und „Risikobewusst“ sich sehr ähnlich sind und häufig im selben Atemzug genannt werden, bedeuten sie doch Grundverschiedenes. Noch immer besteht das Vorurteil, dass Frauen sich bei der Geldanlage nichts zutrauen würden. Das stimmt so aber nicht. Sie sind lediglich vorsichtiger und gehen defensiver vor. Eine Risikoscheue Person will Geld und Banken einfach machen lassen, ohne sich mit den möglichen Risiken der Geldanlage beschäftigen zu wollen. Eine Risikobewusste Person hingegen hat sich intensiv mit den Risiken auseinandergesetzt, ist sich über alle Möglichkeiten der Geldanlage im Klaren und wird in jedem Fall das Risiko abwägen, um sich dann ganz bewusst dafür oder dagegen zu entscheiden.

Infografik Tipps für Aktieneinsteiger

Infografik Tipps für Aktieneinsteiger

 

Frauen treffen ihre Entscheidungen sehr überlegt und werden nach getroffener Entscheidung dann auch dabei bleiben. Männer hingegen schichten ihre Depots öfter um, in einem Jahr fast doppelt so viel wie die weiblichen Aktienanleger. Bei jeder Transaktion verursacht das Kosten und bringt in den meisten Fällen nicht einmal etwas. Frauen zeigen sich bei der Aufstellung ihres Depots viel Defensiver, sind somit auch in schwachen Börsenjahren besser aufgestellt und gehen aus schwierigen Jahren mit weniger Minus heraus, als die Männer. Zudem sind Frauen eher bereit sich Fehler einzugestehen, wodurch sich eventuelle Verluste auf ein Minimum begrenzen lassen. Woran das liegt, erfahrt ihr auf der verlinkten Seite.

Weniger Kapital → Weniger Risikobereitschaft

Frauen verdienen weniger | © panthermedia.net / Bernd Friedel

Frauen verdienen weniger | © panthermedia.net / Bernd Friedel

 

Der Grund, warum Frauen den Männern bei der Finanzanlage voraus sind, liegt nicht allein an der Tatsache, das der Mann forscher und aggressiver vorgeht und möglichst schnell, möglichst große Erfolge sehen will. Damit würden wir nur weitere Klischees bedienen, die uns auf dem Weg zur Beantwortung der Frage, warum Frauen die besseren Aktienanleger sind, nicht weiterbringen. Auch im Jahr 2017 ist die Differenz zwischen den Gehältern bei Männern und Frauen immer noch unausgeglichen. Die Frauen sind auf dem finanziellen Vormarsch, werden von vielen Arbeitgebern aber noch immer nicht fair bezahlt. So bekommen sie weniger als ihre männlichen Kollegen, die die selbe Arbeit machen. Wer weniger Kapital hat, dass er in Aktien anlegen möchte, der wird auch vorsichtiger und risikobewusster damit umgehen.

Das Frauen besser mit ihrem Geld haushalten können, ist ein weltweites Phänomen. So werden Spendengelder nach Afrika lieber an Haushalte gezahlt, deren Vorstand weiblich ist. Forscher behauoten, dass sich bei Frauen eine ähnliche Risikofreude entwickeln würde, würden die über ie gleiche Menge an Geld verfügen, wie die Männer. Statistisch gesehen verdient der Mann ca. 700 € mehr im Monat.

Geben sich Frauen mit weniger zufrieden?

Geben sich Frauen mit weniger zufrieden? | © panthermedia.net / DragonImages

Geben sich Frauen mit weniger zufrieden? | © panthermedia.net / DragonImages

 

Frauen gehen verantwortungsbewusster mit Geld um! Diese These sei mal so dahin gestellt, man mag von ihr halten was man möchte. Im Zuge des Versuches, diese Aussage zu bestätigen, bzw. zu widerlegen wurde eine weltweite Studie durchgeführt, in der Männer und Frauen nach ihrem finanziellen Wissen gefragt wurden. Ergebnis dieser Studie war, dass Frauen in einem Großteil der Länder dieser Welt eine geringere „Finanzbildung“ haben. Ist das viellicht das Geheimnis zum weiblichen Anlageerfolg? Grundsätzlich nicht, denn der unbekümmerte Umgang, den wohl jeder Unwissende mit dem Markt hätte, kann zu risikoreichen Fehlentscheidungen und somit zu weitreichenden Verlusten führen. Frauen nutzen ihre Talente nicht genug, wenn es zur Finanzverwaltung kommt, sagt diese bekannte Fachseite. So könnte Frauen noch mehr als ihrem Vorteil den Männern gegenüber machen.

Ein geringes Wissen über die Anlage von Finanzen führt aber auch zu Bescheidenheit und wenig anspruchsvollen Geldanlagen. Daher besitzen Frauen oft die weniger riskanten Finanzprodukte und setzen stattdessen lieber auf Sicherheit. Je besser die Finanzbildung ist, desto besser sie auch das Anlageverhalten, je mehr man allerdings weiß, desto risikofreudiger werden auch die Handlungen.

Von der weiblichen Vorsicht lernen

Risiko oder Sicherheit? | © panthermedia.net / Markus Mainka

Risiko oder Sicherheit? | © panthermedia.net / Markus Mainka

 

Männer gelten bei der Finanzanlage als aggressiv und forsch. Sie wollen schnelle und möglichst große Erfolge sehen. Frauen gehen da vorsichtiger vor. Sie haben statistisch gesehen weniger Ahnung von „Finanzangelegenheiten“ und vergewissern sich immer wieder ob sie auch alles richtig gemacht haben. Im Zweifelsfall werden sie kein Risiko eingehen. Frauen machen das besser als Männer und ältere Menschen haben mehr Anlageerfolg als die jüngeren Generationen. Ebenfalls ganz gut abgeschnitten haben die unter 20-jährigen. Warum das so ist? Ab einem gewissen Alter verliert man die Risikobereitschaft und will sein Geld einfach nur noch sicher angelegt wissen. Dieses Risikobewusstsein zahlt sich aus. Aber warum schneiden die unter 20-jährigen so gut ab? Meistens wurde dieses Geld von den Großeltern angelegt, damit zum 18. Geburtstag, zum Führerschein oder dem Beginn einer Ausbildung/eines Studiums ein finanzielles Polster angelegt hat.

Können wir Männer etwas von diesen Erkenntnissen mitnehmen und vielleicht aus dieser weiblichen Vorsicht lernen? Definitiv. Man(n) muss sich nur die vierstelligen Beträge anschauen, die uns die Frauen innerhalb weniger Jahren voraus sind. Dann wird doch das nächste Mal die risikoreiche Aktion nochmal überdacht, oder?

Fazit

Zusammenfassend kann man sagen, dass Frauen besser in Geldanlagen sind, da sie vorsichtiger sind als Männer, sich genaustens informieren und im Zweifelsfall lieber kein Risiko eingehen möchten. Ein weiterer Faktor ist, dass Frauen im Durchschnitt weniger Geld verdienen als Männer. Das Frauen die besseren Geldanleger sind dürfte vielen Männern nicht gefallen, sollte uns aber kein Dorn im Augen sein. Frauen haben ein gutes Gespür für risikoreiche Situationen, bei dem Männer sich in der ein oder anderen Situation ruhig eine Scheibe abschneiden könnten. Trotzdem gönnen wir den Damen das wohlverdiente Plus von 1,7 %, da sie – auch wenn wir uns im Jahr 2017 befinden – den Männern gegenüber gehaltstechnisch noch immer hinten anstehen.

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