Vorsicht beim Osterspaziergang

Wie in jedem Jahr warnen Experten wieder, beim Osterspaziergang die Augen offen zu halten.

In Parks, Wäldern oder auch Biergärten lauert eine unterschätzte Gefahr. Es handelt sich dabei um die Larven des Eichenprozessionsspinners, die in der dritten Verpuppungsphase bei Kontakt einen Stoff absondern, der dem Menschen gefährlich werden kann.

Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtschmetterling, der besonders Eichen und Hainbuchen für seine Eiablage nutzt. Sobald die Bäume beginnen auszutreiben, schlüpft aus den Eiern auch die Larve des Schmetterlings, die zunächst harmlos ist. Erst in der dritten Verpuppungsphase wird die verpuppte Larve für den Menschen gefährlich. In dieser Phase bilden sich an der Puppe feine Häärchen, die innen hohl sind.

Diese Hohlräume sind mit dem Stoff Thaumetopoein gefüllt. Dieser Stoff ist ein Allergen, welches beim Menschen zu Reizungen der Haut, der Schleimhäute und der Augen führen kann. Bei Menschen, die bereits unter Allergien leiden sowie bei Kindern und älteren Menschen kann es im schlimmsten Falle durch das Thaumetopoein zu allergischen Schockzuständen kommen.

In jedem Fall sollte daher der direkte Kontakt zur verpuppten Larve des Eichenprozessionsspinners vermieden werden, um sich nicht der Gefahr einer Gefährdung der eigenen Gesundheit auszusetzen.

Zwar werden auch in diesem Jahr wieder die Städte und Gemeinden zur Minimierung des Risikos aktiv gegen den Eichenprozessionsspinner vorgehen, eine Garantie, dass der heimische Park, Wald oder auch schattige Platz im Biergarten zu einhundert Prozent frei von den gefährlichen Larven des Eichenprozessionsspinners ist, gibt es nicht.

Besonders gefährdete Gebiete sind dabei unter anderem Teile Baden-Württembergs, Bayerns, Sachsen-Anhalts sowie Brandenburgs. Sollte es zum Kontakt mit der Puppe des Eichenprozessionsspinners kommen, sollte schnellst möglichst die Kleidung gewechselt und geduscht werden, um schlimmere Reaktionen zu vermeiden.

Bild: Wikipedia / Falko Seyffarth („FWHS“)

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