Vorzeitiges „Kommen“ kann vererbt sein

tropfenFinnischen Medizinern zufolge beträgt die erbliche Komponente bei einer zu frühen Ejakulation rund 30%. Die verantwortlichen Gene selbst sind allerdings noch unbekannt.

„Diese Studie belebt erneut die Diskussion über die Ursachen dieser Sexualstörung. Im eigentlichen Sinne handelt es sich ja nicht um eine Ejakulations-, sondern um eine Orgasmusstörung, als deren Folge es zum vorzeitigen Samenerguss kommt“, sagt Prof. Frank-Michael Köhn, Androloge in München.

Es gibt also viele Faktoren die für die frühzeitige Ejakulation verantwortlich sind: natürliche genetische Veranlagung sowie auch die Psyche.  Aber auch Erkrankungen wie Diabetes oder Multiple Sklerose können einen verfrühten Samenerguss zur Folge haben.

Behandlungsmöglichkeiten umfassen die klassische sexualmedizinische Therapie mit Einbindung der Partnerin (z.B. „Start-Stop-Technik“), aber bei Bedarf auch die Anwendung örtlich betäubender Cremes oder Einnahme von Medikamenten wie Serotonin-Wiederaufnahmehemmern. „Bei diesen Medikamenten müssen aber die möglichen Nebenwirkungen unbedingt beachtet sowie vorher das Nutzen-Risiko-Verhältnis abgewogen werden“, rät Prof. Köhn.

(International Journal Impotence Research 2009, 21: Seite 62).

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