Warmes Wasser hält fit

wassertropfenEs kostet fast nichts, ist schnell gemacht und leistet der Gesundheit einen enormen Dienst: warmes, abgekochtes Wasser. Vorzugsweise gleich nach dem Aufstehen genossen, aber auch im Laufe des Tages immer wieder wohltuend. Dieses uralte ayurvedische Ritual wirkt auf vielfältige Weise – reinigend, vitalisierend, entschlackend.

Morgens gleicht es den Flüssigkeitsverlust der Nacht aus, es ist ein perfekter Durstlöscher: „Da es sich um reine Flüssigkeit handelt, wird es vom Körper sehr schnell aufgenommen. Getränke mit Zusatzstoffen wie Zucker oder Koffein stehen dagegen nicht unmittelbar als Flüssigkeit zur Verfügung“, erklärt Carsten Schneider, Heilpraktiker für ayurvedische Medizin. Denn diese Getränke müssen etwas aufwändiger verdaut werden.

Reines Wasser hingegen ist ohne jegliche Ballaststoffe und versorgt den Körper perfekt mit Flüssigkeit. Gute Voraussetzungen für einen gelingenden Tag, denn nun läuft der Körper wie frisch geölt und alle Organtätigkeiten werden angekurbelt. „Nicht zuletzt bleibt dadurch auch das Gehirn funktionstüchtig“, erklärt der Hamburger Heilpraktiker. Also tut man ganz nebenbei auch noch was zur Leistungssteigerung.

Doch kalt würde das Wasser nicht seine volle Wirkung entfalten: „Warm und abgekocht, wird das Wasser bereits nach 1 1/2 Stunden verdaut und ausgeschieden“, so der Experte. Wasserlösliche Schlacken, Giftstoffe und auch Krankheitserreger werden dadurch wesentlich schnell aus dem Körper gespült, vergleichbar mit einer morgentlichen inneren Dusche.

Zum Vergleich: Kühles, nicht abgekochtes Wasser braucht sechs Stunden, bis es verdaut ist! Die Wärme regt zudem sämtliche Verdauungs-Prozesse im Körper an, auch den Stuhlgang. Deshalb ist es auch sinnvoll, eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten ein Glas warmes Wasser zu trinken. „Das regt das Verdauungsfeuer an. Wer abnehmen möchte, kocht auch noch einige Ingwer-Stücke mit“, so der Heilpraktiker.

Und so geht’s: Das Wasser einmal richtig aufkochen lassen und es dann zehn bis 20 Minuten weiter köcheln lassen. Wie Tee kann es jetzt in kleinen Schlucken getrunken werden. „Als Faustregel im Ayurveda gilt: 33 Milliliter pro Kilo Körpergewicht trinken – damit haben Sie den Tagesbedarf an Flüssigkeit gedeckt“, so Carsten Schneider.

Sein Tipp: Wer lieber kaltes Wasser mag, kann es abkochen und dann abkühlen lassen. Denn auch dann wird es immer noch schneller verdaut als nichtabgekochtes – nämlich nach ungefähr drei Stunden.

http://www.ayurveda-akademie-hamburg.de

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