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Welche Krankenversicherung ist die bessere?

In Deutschland hat man ab einem gewissen Einkommen die Qual der Wahl zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung. Im Volksglauben ist vorbereitet, dass die privaten Krankenversicherungen die besseren seien. Sie böten mehr und man käme auch beim Arzt schneller dran. Angesichts der steigenden Selbstbeteiligungskosten scheint es für die Versicherungsnehmer günstiger zu sein, in eine private Versicherung zu wechseln. Doch im Alter kommt dann oft das Erwachen, wenn bei niedrigerem Einkommen die Mitgliedsbeiträge deutlich höher sind als bei den Gesetzlichen.

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Wenn Onkel Doktor zur Kasse bittet..

Gut kalkulieren, welche Versicherungsform die günstigere ist

Generell können nur Arbeitnehmer mit einem jährlichen Bruttogehalt von 50 850 Euro in eine private Krankenversicherung wechseln. Davon ausgenommen sind Selbstständige, die zumeist eh in die PKV einzahlen müssen. Wer vor der Entscheidung für oder gegen einer PKV steht, der sollte nicht nur die Behandlungsangebote und Vorsorgeleistungen in der privaten Krankenversicherung berücksichtigen, sondern auch damit kalkulieren, dass er im Alter nicht mehr einfach das System wechseln kann. Ab 55 Jahren wird es sehr schwer, von einer privaten wieder in eine gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln. Das hat der Gesetzgeber mit Absicht so vorgesehen, um „Versicherungs-Hopping“ zu verhindern.

Welche Leistungen sind inklusive?

Zentrale Frage für die Entscheidung gegen die gesetzliche und für die private Krankenversicherung ist für viele, dass letztere vermeintlich mehr bezahlt. Glaubt man einer Untersuchung der Stiftung Warentest, so stimmt dies gar nicht immer in allen Fällen. Zusätzlich sollte man bereits in jungen Jahren zwischen 150 und 250 Euro zusätzlich sparen, um im Alter dann die höheren Kosten tragen zu können.
Daneben sollte auch nicht vergessen werden, dass auch gesetzlich Versicherte zusätzlich Versicherungen für Sonderleistungen, wie Einzelbett im Krankenhaus oder Naturheilverfahren, abschließen kann. Auch sollte man sich über die gesetzlich vorgeschriebenen Vorsorgeleistungen informieren und diese auch beständig einfordern.

Rundherum sollte man sich vor Vertragsabschluss sehr genau die langfristigen Kosten und Konsequenzen angucken. Eventuell ist es billiger, eine gesetzliche Krankenversicherung durch zusätzliche Sonderversicherungen aufzumotzen. Oder schlichtweg mittels Sparbuch Sonderleistungen zu finanzieren.

Bild: Andy Dean Photography, shutterstock.com

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