Wellness Trends 2009

Die Wellness-Branche boomt. Immer mehr Behandlungsmethoden drängen auf den Markt und die Vielfalt an Möglichkeiten, dem Körper und der Seele etwas Gutes zu tun, nimmt ständig zu. Hier eine Übersicht:

Die LaStone-Therapie

Die LaStone-Therapie besteht darin, dass Basaltsteine in einem Wasserbad auf 60 bis 70 Celsius erwärmt und dann auf die Energiezentren (Chakren) des Körpers gelegt werden, also auf Bauch, Stirn, Hände, Rücken, Kniekehlen und auch zwischen die Zehen. Die Wärme bewirkt eine Öffnung der Poren, die Muskulatur entspannt sich und die Selbstheilungskräfte werden aktiviert. Im Wechsel werden kalte Marmorsteine eingesetzt. Die Massage mit heißen und kalten Steinen verläuft stets von der Mitte des Körpers aus über Arme, Beine, Hände und Füße.

Reiki – Kurieren durch Handauflegen

„Rei“ bedeutet „universell“ und „Ki“ bezeichnet die Lebensenergie bzw. Vitalkraft. Kurieren durch Handauflegen hat auch in unserer Kultur eine lange Tradition. Ist die Lebensenergie an irgendeinem Punkt blockiert, so entstehen Krankheiten. Reiki aktiviert den Stoffwechsel und bewirkt so Entspannung und Linderung bei Schmerzen. Es soll Krankheiten vorbeugen und die Lebensqualität verbessern. Beim Reiki, der japanischen Form des Handauflegens, überträgt der Therapeut mittels seiner Hände „heilende Energien“ auf den Patienten. Reiki-Behandlungen erfolgen stets ganzheitlich, beziehen also den ganzen Körper mit ein. Ähnlich wie beim Shiatsu sollen blockierte Energien und Kräfte aktiviert werden.

Farbtherapie

Wir nehmen Farben nicht nur visuell auf. Farbwellen beeinflussen auch unsere Psyche und unsere Sinne, das wird durch altbekannte Aussagen wie: „Du Schwarzseher, er ist rot vor Zorn oder grün vor Neid“ belegt. Die Farbtherapie ordnet deshalb jeder Farbe eine ganz bestimmte Stimmungslage zu. Umgekehrt gehen Farbtherapeuten davon aus, dass bestimmte Farben zu bestimmten Gemütszuständen führen können. Die Bestrahlung mit Blau ruft beispielsweise eine psychische Reaktion hervor. So verwendet die Farbtherapie unter anderem Massagen mit bunten Ölen, Meditationen vor kolorierten Flächen oder auch getönte Brillen kommen während der Therapiesitzungen zum Einsatz.

Ayurveda: Vata, Pitta und Kapha
Der ganzheitliche Ansatz von Ayurveda geht davon aus, dass drei verschiedene Wirkungsprinzipien (sogenannte Doshas) alle körperlichen und seelischen Abläufe im Menschen ordnen:

* Vata beschreibt die Begriffe Bewegung und Fluss, und ist für Wachstum und Aktivität der Sinnesorgane sowie für Atmung und Ausscheidung verantwortlich.
* Pitta reguliert den Wärmeprozess, den Stoffwechsel und die Verdauung.
* Kapha ist für den Flüssigkeitshaushalt und die Widerstandskraft verantwortlich.

Der Mensch unterliegt einer ganz eigenen Gewichtung dieser drei Doshas, wobei ihre individuelle Verteilung die Persönlichkeit und die Gesundheit bestimmen. Ziel jeder Ayurveda-Behandlung ist es, ein Gleichgewicht der Doshas herzustellen. Zu einer Ayurveda-Behandlung gehören ganz spezielle Kräuter, eine auf den jeweiligen Type ausgelegte Ernährung sowie verschiedene, ayurvedische Behandlungen wie Synchronmassage (Abhyanga), Stirnölguss (Shirodara), der sich hauptsächlich auf das vegetative Nervensystem positiv auswirkt, oder auch das Kräuter-Schwitzbad (Svedana). Befragte Patienten fühlen sich nach den verschiedenen Behandlungen extrem entspannt, ähnlich einer seelischen Tiefenentspannung.

Die Rolfing-Methode

Die Rolfing-Methode wurde von der US-amerikanischen Biochemikerin Ida Rolf entwickelt. Nach ihrer Theorie ist das Bindegewebe für die Gestalt des Körpers verantwortlich, wobei vor allem die Umhüllungen der Muskulatur (Faszien) eine große Rolle spielen.

Verletzungen, Fehlhaltungen, einseitige Belastungen, aber auch psychische Probleme, können den Körper aus dem Gleichgewicht bringen und zu Bewegungseinschränkungen führen. Hier will die Rolfing-Methode mit einer ganz speziellen Form von Massage sowohl Haltungsschäden korrigieren als auch Verspannungen lösen und Schmerzen lindern.

Während der Behandlung lockert der Therapeut durch sehr sensiblen Druck das Bindegewebe unter Mithilfe seiner Hände, Knöchel oder Ellbogen. Diese Behandlungsmethode kann für den Patienten mitunter recht schmerzhaft sein, dient aber dazu, einen physischen und psychischen Prozess des Aufrichtens in Gang zu setzen. In der Regel besteht eine Rolfing-Behandlung aus zehn Sitzungen von 60 bis 90 Minuten.

Für welche Art der Wellness man sich auch entscheidet, es ist immer ratsam, sich vorher zu informieren, wo eine kompetente Behandlung gewährleistet ist. Leider werden solche Behandlungen nicht von den Krankenkassen übernommen, man muss sie aus eigener Tasche bezahlen.

Autor: Christian Schultze, Berlin

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