Werdende Väter: dank Couvade-Syndrom wächst der Bauch mit

Es ist ein gesellschaftliches Phänomen: ist die Partnerin schwanger, wächst nicht nur ihr Bauch, sondern auch der des Partners. Das Ganze ist kein Witz, sondern wurde schon wissenschaftlich erforscht. Männer könne, wenn ihre Partnerin schwanger ist, eine sogenannte Parallelschwangerschaft erleben. Dank des Couvade-Syndroms leiden die „schwangeren“ Männer unter Heißhunger-Attacken, Morgenübelkeit und Stimmungsschwankungen, wie sie eigentlich nur schwangere Frauen erleben sollten. Das Problem: die Frau verliert nach der Geburt langsam ihren Babybauch, der Mann hat weiterhin mit den Pfunden zu kämpfen.

 

Parallelschwangerschaft: "Jetzt sehen wir beide wie im siebten Monat aus."

Parallelschwangerschaft: „Jetzt sehen wir beide wie im siebten Monat aus.“

 

Couvade-Syndrom: wenn der Mann mit „schwanger“ ist

Wenn Ihre Partnerin schwanger ist und Sie ebenfalls an Morgenübelkeit, Heißhunger und Stimmungsschwankungen leiden, kann es sein, dass bei ihnen das Couvade-Syndrom zugeschlagen hat. Lange Zeit war es unklar warum Männer, wenn die Frau schwanger ist, ebenfalls an Bauchumfang gewinnen und über ähnliche Beschwerden klagen. Machen die das nur, weil sie Aufmerksamkeit wollen? Nein, denn Männer können sogar eine Parallelschwangerschaft erleben. Psychologen um Arthur Brennan von der University of London haben in einer Studie noch einmal wieder bewiesen, was schon lange vermutet wird: Männer erleben eine Schwangerschaft der Partnerin auch körperlich mit. Dieses männliche „schwanger sein“ wird auch als Couvade-Syndrom bezeichnet. Couvade ist Französisch und bedeutet so viel wie ausbrüten. Und genau dieses ausbrüten erleben die Co-schwangerer Männer auch.

 

Gründe für die Parallelschwangerschaft

Zum einen kann das Couvade Syndrom besonders mitfühlende Männer betreffen, denn diese versetzen sich in die Situation ihrer Partnerin hinein und erleben so psychosomatische Beschwerden, die dem Schwanger sein gleichen. Zum anderen stehen viele Männer vor einem großen Rätsel, wenn die Partnerin ein neues Leben „ausbrütet“ und entwickeln selber Symptome einer Schwangerschaft, das sie so versuchen alles besser zu verstehen. Natürlich sind die Motive nicht immer nur der mitfühlenderen Natur, denn einige Männer können ganz unbewusst auch unter dem sogenannten Gebärneid leiden. Da sie selber keine Kinder auf die Welt bringen können und ihnen so die erste Bindung zum Baby fehlt, konstruieren sie selber eine schwangerschaftsähnliche Situation und versuchen so die fehlende Nähe herzustellen.

Neben den psychologischen Gründen können jedoch auch rein biologische Vorgehehen als Grund für die Entstehung einer Parallelschwangerschaft in Frage kommen. So können sich auch beim Mann parallel zu Frau die Hormone während einer Schwangerschaft verändern. Darüber hinaus können die Spiegelneuronen im Gehirn, die bei Betrachtung des Gegenübers ähnliche Symptome bei einem selber auslösen können, daran schuld sein, dass Mann sich durch Heißhungerattacken einen Schwangerschaftsbauch anisst.

 

Schwangerschaftsbauch beim Mann

Am deutlichsten zeigt sich die Co-Schwangerschaft beim Mann durch die Gewichtszunahme. Bis zu acht Kilo kann Mann während den neun Monaten zunehmen und bringt es so auf einen stattlichen Babybauch. Doch wo die Frau nach der Geburt einen Großteil des Bauchinhalts verliert, kann der Mann nicht einfach sein Fett abgeben. Wer sich also in einer Parallelschwangerschaft befindet, wie zum Beispiel der Autor dieser Kolumne, sollte für die Zeit nach der Entbindung schon mal einen Termin im Fitnessstudio machen. Auch bietet es sich an mit der Partnerin zusammen zur Rückbildungsgymnastik zu gehen. Oder Sie versuchen Ihrem Bauchfett mit Hilfe spezieller Abnehmprogramme, die gezielt auf die Bekämpfung von Bauchfett ausgereichtet sind, zu Leibe zu rücken. Mehr Informationen dazu finden Sie auch unter http://schlankr.de/cms/abnehmen-am-bauch-huefte/34.  Ansonsten bietet es sich auch an ein die Neu-Mami zu entlasten und selber den Haushalt zu schmeißen. Das verbrennt sicherlich schnell die überschüssigen Pfunde.  So werden Sie dann auch in Nullkommanichts schön schlank, bis es wieder heißt: „Schatz wir sind schwanger“.

 

Bild: Sergey Peterman /shutterstock.com

 

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