Wie wichtig ist der BMI

Immer wieder wird im Zusammenhang mit der Gesundheit der BMI, der Body Mass Index, zitiert.

Doch welchen Stellenwert sollte man diesem beimessen und vor allem wie aussagekräftig ist er tatsächlich.

Besonders Frauen achten sehr auf den BMI. Entwickelt wurde diese „Körper – Gewichts – Kennzahl“ Ende des 19. Jahrhunderts von einem belgischen Naturwissenschaftler und Statistiker.

Der BMI berechnet sich dabei aus dem Körpergewicht dividiert durch das Quadrat der Körpergröße zum Quadrat.

Für Frauen gilt hier ein Wert zwischen 19 und 24, bei Männern zwischen 20 und 25 als Norm. Bei einem BMI von über 30 wird meist von Adipositas, einer Fettleibigkeit, bei einem Wert deutlich unter 19 beziehungsweise 20 von einer Untergewichtigkeit ausgegangen.

Das Problem bei dieser Berechnung der Werte allerdings ist, dass dabei weder Körperfett noch Muskelmasse und deren Verteilung berücksichtigt werden. Daher ist auch der Body Mass Index allein wenig aussagekräftig hinsichtlich der Figur oder der Gesundheit.

So kann bei Sportlern der BMI deutlich von der Norm abweichen. So können beispielsweise Bodybuilder durch die erhöhte Muskelmasse einen hohen BMI, Marathonläufer dagegen einen eher niedrigeren BMI haben.

Auch finden Faktoren wie beispielsweise das Alter in der Berechnung des BMI allein keinen Eingang.

So kommt auch eine aktuelle Studie der Münchner Universität zu dem Schluss, dass der BMI zur Bewertung des Krankheitsrisikos durch Übergewicht allein nicht aussagekräftig ist.

Wer unsicher ist, ob sein Gewicht sich in gesunden Normen bewegt, kann zunächst einmal seinen Hüft-Taillen-Quotienten ermitteln oder sich mit seinem Arzt in Verbindung setzen. Allein der BMI besitzt noch keine wirkliche Aussagekraft.

Bildquelle: aboutpixel.de / dick © Hans-Jörg Nisch

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