Wildschwein-Hepatitis E auf Menschen übertragbar

Hepatitis E ist in Deutschland eine relativ seltene Form der Leberentzündung, die von einem Virus hervorgerufen wird.

Bisher ist man davon ausgegangen, dass die deutschen Erkrankungsfälle beim Menschen im Wesentlichen auf Reisen nach Asien und Afrika, wo diese Erkrankung häufiger vorkommt, zurückzuführen sind.

Neuere Untersuchungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) und anderer Forschungseinrichtungen zeigen aber, dass durchschnittlich 15 % der erlegten deutschen Wildschweine das Hepatitis E-Virus tragen. Es ist jedoch noch nicht abschließend geklärt, inwiefern diese Viren direkt auf den Menschen übertragen werden können.

Zum Schutz vor einer Infektion mit Hepatitis E-Viren empfiehlt das BfR Verbrauchern wie Jägern beim Zerlegen und Zubereiten von Wildschweinen auf hygienische Bedingungen zu achten und Wildschweinfleisch vor dem Verzehr immer gut durchzuerhitzen. Das BfR hat zum Thema Küchenhygiene mehrere Verbrauchertipps zusammengestellt.

Sorgfältige Hygiene ist bereits jetzt beim Zerlegen und Zubereiten von Wildschweinen – auch im Hinblick auf andere Infektionserreger – geboten, wobei gründliches Händewaschen als wichtigste vorbeugende Maßnahme angesehen wird.

Da das Virus hitzeempfindlich ist, stellt eine sichere Zubereitung, bei der das Wildschweinfleisch gut durcherhitzt wird, den besten Schutz dar.

Genuss ohne Reue: Tipps für den Umgang mit Wildfleisch, http://www.bfr.bund.de/cd/7131

Quelle Text: Bundesinstitut für Risikobewertung

 

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