Anzug kaufen | © PantherMedia / VitalikRadko

Anzug kaufen: Darauf muss Man(n) achten!

Noch immer ist der Anzug aus der Herrenmode-Welt nicht wegzudenken. Gerade im internationalen Business ist der Anzug unverzichtbar. Allerdings gilt diese Kleiderordnung tatsächlich erst seit Ende der 1930er Jahre. Zuvor galt in der Businesswelt das Tragen eines Fracks als Grundvoraussetzung. Doch bis heute ist der Anzug das gängige Kleidungsstück für fast alle Berufe im Büro.



Eines hat sich im Laufe der Zeit aber noch geändert, während ein Anzug in früheren Zeiten grundsätzlich aus 3 Teilen bestand, also Hose, Weste und Jacke, definiert er sich heute als 2-Teiler. Der Grund dafür ist ganz einfach. Früher war es in den Büros einfach zu kalt. Durch die Zentralheizung hat sich das grundlegend geändert und der 2-Teiler ist vollkommen ausreichend.

Wichtige Kriterien beim Anzugkauf

Anzug kaufen im Internet | © PantherMedia / Yafimik

Anzug kaufen im Internet | © PantherMedia / Yafimik

Worauf also sollte Man(n) beim Anzugkauf achten? Ein Anzug sorgt nur dann für einen gepflegten Auftritt, wenn der Schnitt passend ist. Dieser Schnitt sollte genau auf die Figur des Mannes abgestimmt sein. So viele unterschiedliche Figuren und Staturen es gibt, so unterschiedlich sind natürlich auch entsprechend die Schnitte. Hier gilt es, die passende Wahl zu treffen.

Der Anspruch, den Man(n) an seinen Anzug stellen sollte, ist, dass der Anzug den Träger authentisch widerspiegelt. So sollten beispielsweise schmale und feingliedrig gebaute Männer nicht versuchen, mittels eines Anzugs künstlich ausladend zu wirken, sondern hier lieber ein ähnlich geschnittenes Modell bevorzugen. Für den schmalen Typ bieten sich zudem auch schmal geschnittene Hosenbeine an.



Der eher athletische Typ kann zum einen auf Schulterpolster verzichten und zum andern kann er mit seinem Anzug seine sportliche Figur sehr gut unterstreichen.

Für den großen Typ empfiehlt sich jedoch eher ein etwas weiterer Schnitt. Hier ist es häufig auch sinnvoll, optisch auf gut platzierte Accessoires zu setzen, sie sorgen für eine gewisse Unterbrechung in den Proportionen bei einer sehr großen Person.

Ein schmal geschnittene Anzug ist allerdings für den korpulenten Typen eher tabu. Ebenfalls nicht empfehlenswert ist eine Polsterung oder zu viel Spielraum im Schnitt. Wichtig ist hier, dass man auch mit etwas mehr Körperfülle einen gut geschnittenen Anzug tragen sollte. Auf Querstreifen oder auch auf Karos sollte hier möglichst verzichtet werden. Anders verhält es sich jedoch mit dem Nadelstreifen, dieser eignet sich für den korpulenten Typen recht gut, denn Streifen haben eine streckende Wirkung.

Allein beim Sakko gilt es einiges zu beachten

Sakko | © PantherMedia / VitalikRadko

Sakko | © PantherMedia / VitalikRadko

Eine schmale Schulterpartie ist wichtig für den perfekten Sitz. Sobald die Schulterpartie zu viel Spielraum hat, neigt ein Sakko dazu, hässliche Falten in der Rückenpartie zu werfen. Anders herum wirft ein an den Schultern zu eng sitzende Sakko sehr unschöne Querfalten entlang des Ärmels.

Bei der Länge des Sakkos sollte stets darauf geachtet werden, dass das Sakko das Gesäß bedeckt. Insbesondere gilt aber für klein gewachsene Männer, dass das Sakko keinesfalls zu lang ausfallen sollte. Das staucht die Proportionen nämlich sehr ungünstig zusammen. Dank der Größen für untersetzte Personen (Kurzgrößen) ist es aber sehr leicht, hier die optimale Länge zu finden.

Frauen und Männer haben häufig das gleiche Problem. Oben und unten unterscheiden sich die Konfektionsgröße. Das macht es in der Regel nicht gerade leichter, den passenden Anzug zu finden, doch dank der sogenannten Baukasten-Anzüge lässt sich auch dieses weit verbreitete Problem recht gut in den Griff bekommen. Hier besteht nämlich die Möglichkeit, unterschiedliche Größen für Sakko und Hose zu wählen. Viele Damen kennen dieses leidige Problem besonders beim Bikinikauf.

Der perfekte Sitz der Hose

Sitz der Hose | © PantherMedia / Joaquin Corbalan (YAYMicro)

Sitz der Hose | © PantherMedia / Joaquin Corbalan (YAYMicro)

Hier gibt es gleich mehrere Dinge zu beachten. Dabei handelt es sich um den Bauch- und Gesäßumfang, um die Beinlänge und um die Fußweite. Hinzu kommt aber auch noch die Leibhöhe, die ebenfalls entscheidend sein kann.

Eine perfekt sitzende Anzughose kennzeichnet sich dadurch, dass sie genau in der Taille sitzt und keinesfalls auf der Hüfte hängt. Insgesamt erscheint dadurch die Silhouette des Anzugträgers länger und besser proportioniert.

Eine Hose hingegen, die auf der Hüfte getragen wird, sorgt dafür, dass die Hose im Schritt weiter unten hängt. Leider sieht das häufig nicht besonders vorteilhaft aus.

Bei der Wahl der Länge der Hose hängt es in erster Linie davon ab, für welches Modell man sich entschieden hat. Eine weit geschnittene Hose sollte am Schuhabsatz enden. Hierbei bleibt die Absatzoberkante noch frei. Anders verhält es sich mit der Länge einer engen Anzughose. Sie darf auf Hälfte der Fersenkappe des Schuhs enden.

Tipp: Selbst ein toll sitzender Anzug kann plötzlich an Glanz verlieren, wenn Man(n) sich hinsetzt und ein nacktes Bein unter der Hose her blitzt. Um das zu vermeiden, ist es sehr empfehlenswert, statt der allgemein üblichen Socke besser einen Kniestrumpf zu tragen. So bleibt auch während des Sitzens immer ein perfektes Bild erhalten und nicht vergessen: die Schuhe sind das erste, wo Frau hinschaut!