CBD | © PantherMedia / Artinun Prekmoung

Der CBD-Goldrausch hat begonnen!

CBD, die Chemikalie, die in Hanf- und Marihuanapflanzen gefunden wird, taucht in Shampoos, Kaffees, Körperölen, Gummibärchen und Hundeleckereien auf. Sie wird in Coffeeshops und auf Biomärkten, in Luxus-Kaufhäusern und Drogerien verkauft.



Buchstäblich über Nacht sieht man das CBD überall um sich herum und in allem. Es ist ein Produkt, das aus der relativen Ungewissheit in den Köpfen aller Beteiligten – Produzenten, Konsumenten und vor allem Unternehmer – auftaucht. Die Schleusen des CBD öffneten sich vor kurzem, seitdem ein neues Gesetz die Produktion Produktion von Hanf, der einen hohen Gehalt an Cannabidiol enthält, oder CBD, legalisierte. CBD ist nicht psychoaktiv, was bedeutet, dass man davon nicht high wird. Der Stoff, der für den Rausch durch Cannabiskonsum verantwortlich ist, ist THC.

Stattdessen wird CBD für alles vermarktet, von der Linderung von Schmerzen und Entzündungen bis hin zur Verringerung von Stress und Angst. Gegenwärtig sind CBD-Produkte kaum reguliert und es noch nicht vollkommen klar, wie gesundheitsfördernd die Produkte tatsächlich sind. Denn bislang wurden nur wenig klinische Forschungen durchgeführt, die die Wirksamkeit von CBD belegen.

Darüber hinaus gibt es noch keine Standardisierung in Bezug auf die empfohlenen Dosen und die Qualitätskontrolle.



CBD hat positive mentale und körperliche Wirkungen

Es ist davon auszugehen, das CBD-Öl eine Reihe von positiven Effekten auf psychische und körperliche Beeinträchtigungen hat. Für eine generalisierte Angststörung geht das US-Amerikanische National Institute on Drug Abuse (NIDA) davon aus, dass die CBD Stress reduziert. Diese Erkenntnisse wurden allerdings bisher vor allem anhand von Studien mit Ratten und anderen Tieren gewonnen.

Aber auch bei menschlichen Versuchspersonen wurden geringere Verhaltenszeichen von Angst beobachtet. Ihre physiologischen Symptome der Angst, wie z.B. eine erhöhte Herzfrequenz, verbesserten sich ebenfalls. Auch bei Patienten mit spezifischen Angststörungen kann CBD helfen. Es hilft bereits Menschen, die unter einer sozialen Angststörung (SAD, Social Anxiety Disorder) oder posttraumatischen Belastungsstörung (PTSD) leiden. Im Jahr 2011 untersuchte eine Studie die Auswirkungen der CBD auf Menschen mit SAD. Die Teilnehmer erhielten eine orale Dosis von 400 Milligramm (mg) CBD oder ein Placebo. Diejenigen, die das CBD erhielten, erlebten insgesamt eine Verringerung der Angstzustände.

Mehrere kürzlich durchgeführte Studien haben gezeigt, dass CBD bei PTSD-Symptomen, wie z.B. Alpträumen und dem Wiederholen negativer Erinnerungen, helfen kann. Diese Studien haben die CBD sowohl als eigenständige PTSD-Behandlung als auch als Ergänzung zu traditionellen Behandlungen wie Medikamenten und kognitiver Verhaltenstherapie (CBT) betrachtet.

Chronische Schmerzen mit CBD lindern

CBD positive Folgen | © PantherMedia / VitalikRadko

CBD positive Folgen | © PantherMedia / VitalikRadko

Jeder Mensch hat ein Zell-Signalisierungssystem, das als Endocannabinoid-System (ECS) bekannt ist.

Einige Forscher glauben, dass die CBD mit einer Kernkomponente des ECS interagiert – den Endocannabinoid-Rezeptoren in Ihrem Gehirn und Ihrem Immunsystem. Bei den Rezeptoren handelt es sich um winzige Proteine, die an Ihre Zellen gebunden sind. Sie empfangen Signale, meist chemische, von verschiedenen Stimuli und helfen Ihren Zellen, darauf zu reagieren.

Diese Reaktion erzeugt entzündungshemmende und schmerzlindernde Effekte, die bei der Schmerzbehandlung helfen. Das bedeutet, dass CBD-Öl und andere Produkte Menschen mit chronischen Schmerzen, wie z.B. chronischen Rückenschmerzen, zugute kommen können.

In einer Metastudie wurde im Jahr 2018 belegt, wie gut die CBD zur Linderung chronischer Schmerzen wirkt. Die Überprüfung bezog sich auf Studien, die zwischen 1975 und März 2018 durchgeführt wurden. Diese Studien untersuchten verschiedene Arten von Schmerzen, darunter chronische Schmerzen, die sonst mit starken Opiaten behandelt werden, wie Krebsschmerzen oder neuropathische Schmerzen. Die Metastudie belegte, dass die bei der allgemeinen Schmerzbehandlung wirksam ist und keine bis wenige negativen Nebenwirkungen verursacht.

Auch im Fall von Arthritis gibt es bereits Forschungsergebnisse, dass CBD-Gele helfen. Forscher wandten CBD-Gel bei Ratten an. Die Ratten erhielten entweder 0,6, 3,1, 6,2 oder 62,3 Milligramm (mg) pro Tag. Die Forscher stellten fest, dass die Entzündung und die allgemeinen Schmerzen in den betroffenen Gelenken der Ratten verringert wurden. Es gab keine offensichtlichen Nebenwirkungen.

Ratten, die niedrige Dosen von 0,6 oder 3,1 mg erhielten, verbesserten ihre Schmerzwerte nicht. Die Forscher fanden heraus, dass 6,2 mg/Tag eine ausreichend hohe Dosis war, um die Schmerzen und Schwellungen der Ratten zu reduzieren.

Darüber hinaus hatten Ratten, die 62,3 mg/Tag erhielten, ähnliche Ergebnisse wie die Ratten, die 6,2 mg/Tag erhielten. Eine wesentlich höhere Dosis führte nicht dazu, dass sie weniger Schmerzen hatten. Die entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung des CBD-Gels könnte Menschen mit Arthritis möglicherweise helfen. Es sind jedoch weitere Studien am Menschen erforderlich.

Während es bei in diesen Gebieten der Schmerztherapie bereits eine verlässliche Studienlage gibt, sind die bisherigen Erkenntnisse bezüglich einer Behandlung von Migräne noch begrenzt. Die Ergebnisse einer Studie aus dem Jahr 2017 deuten jedoch darauf hin, dass CBD und THC bei Menschen mit Migräne zu weniger akuten und weniger starken Schmerzen führen können.

In dieser zweiphasigen Studie nahmen einige Teilnehmer eine Kombination aus zwei Substanzen ein. Ein Präparat enthielt 9 Prozent CBD und fast kein THC. Die andere Verbindung enthielt 19 Prozent THC. Die Dosen wurden oral eingenommen.

Dosierung von CBD-Öl

Wer CDB-Öle oder andere Produkte zur Behandlung von körperlichen oder seelischen Belastungen nutzen möchte, sollte sich zunächst mit seinem Arzt abstimmen. Eine Selbstbehandlung mit frei verkäuflichen Produkten wie Gorilla Blue CBD ist nur nach vorherigem medizinischer Konsultation ratsam, damit auch die richtige Anfangsdosierung gewählt wird. Denn die Nebenwirkungen, können – meistens eher harmlos – unangenehm sein. Dazu gehören:

  • Durchfall
  • Müdigkeit
  • Veränderungen im Appetit
  • Gewichtsveränderungen

Insgesamt gilt CBD, vor allem in den freiverkäuflichen, niedrigen Dosierungen, aber als sicher. Wer neben CBD noch andere Medikament einnimmt, sollte dies nur in Absprache mit seinem Arzt machen, da etwa Blutverdünner mit CBD reagieren können, die die Aufnahme der Medikamente stören können.

Vor jeglichen Anwendungs- und Behandlungsbeginn sollte ein Arzt aufgesucht werden, der über Risiken und Nebenwirkungen aufklären kann. Eine richtige Diagnose und Therapie kann nur ein Arzt erstellen und verschreiben.