Sekt oder Champagner | © PantherMedia / AntonMatyukha

Die Korken knallen: Was ist der Unterschied zwischen Sekt, Champagner & Co?

Ob Neujahr oder die Geburtstagsparty – edle Getränke gehören zu einer gelungenen Feier einfach dazu. Sie heitern die Stimmung auf, sorgen für lockere Unterhaltung und machen das Fest zu einem unvergesslichen Ereignis.



Bei der Wahl der Getränke sind sich Gastgeber einig: Champagner ist die Königsklasse alkoholischer Spezialitäten. Danach folgt edler Rotwein und last but not least: hochwertiger Sekt in Luxus-Flaschen. Versetzt mit Beeren und anderen Früchten wie Mango oder einer Kugel Eis wird jeder Sekt schnell zu einer wohlschmeckenden Sommererfrischung und auch im Winter – vor allen Dingen an Silvester – darf eine bunte Bowle nicht fehlen.

Wer als Gastgeber seine Gäste mit Qualitätsgetränken überzeugen will, sollte nicht einfach wahllos im Supermarkt nach den günstigsten Angeboten greifen. Das passende Getränk zum Anlass zu finden, erfordert neben Feingefühl auch ein wenig Fachwissen. Grundlegend ist dabei die Frage zu klären, was die besten Getränke einzigartig macht und vor allem worin sie sich unterscheiden. Wenn Sie nicht wissen, welche Unterschiede es zwischen Champagner, Sekt und Co. Gibt, dann finden Sie hier die Antwort.

Champagner – Frankreichs prickelnder Schatz

Champagner | © PantherMedia / HayDmitriy

Champagner | © PantherMedia / HayDmitriy

Champagner kommt, wie der Name bereits vermuten lässt, aus dem schönen Frankreich. Dabei erhielt das Getränk seinen Namen von seinem Herstellungsort: der Champagne. Diese exquisite und weltweit bekannte Weinanbauregion befindet sich im Norden des Landes der Liebe, Kultur und historischen Bauten. In der Champagne gelten strenge Regeln, die einen Champagner erst zu dem machen, was er wirklich ist: eine Wohltat für Körper, Geist und Seele.



Die Produktion erfolgt nach strengen Richtlinien und ist der so genannten méthode champenoise zuzuordnen. Außerdem kommen vorwiegend Pinot Noir, Chardonnay und Pinot Meunier als einzige Rebsorten für die Herstellung in Frage. Neben zahlreichen weiteren Qualitätsmerkmalen ist auch die Flasche selbst mit einer Tradition verbunden. Champagner ist stets von einem Korken verschlossen. Einen einfachen Drehverschluss wird man hier nicht finden.

Obgleich es diverse Richtlinien gibt, ist die Geschmacksrichtung eines jeden Champagners individuell. Sie wird nicht nur von der Assemblage – also der Zusammensetzung der verwendeten Rebsorten – bestimmt, sondern auch von der Lagerung und der Dauer der Lagerung. Mit zunehmender Lagerungszeit verändert sich der Kohlensäuregehalt im Inneren, die Aromen kommen mit der Zeit stärker zur Geltung und werden nicht mehr vom Säuredruck bestimmt.

Sekt und Champagner – Unterschiede kurzgefasst

Sekt und Champagner | © PantherMedia / Kzenon

Sekt und Champagner | © PantherMedia / Kzenon

Während es beim Champagner viele einzuhaltenden Vorgaben gibt, kommt der Sekt ohne große Richtlinien aus. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Sekt im Vergleich zum Champagner von minderer Qualität ist. Er ist deutlich flexibler und Winzer können ihn dem Geschmack bestimmter Zielgruppen anpassen. Im Gegensatz zum Champagner, der klassischerweise aus den drei oben genannten Rebsorten hergestellt wird, ist der Winzer bei der Wahl der Rebsorte für seinen Sekt ganz ungebunden.

Auch muss der Sekt nicht wenigstens 15 Monate innerhalb der Flasche zur Gärung kommen. Überdies ist der Sekt nicht an eine bestimmte Region gebunden. Champagner darf seinen Namen nur tragen, wenn er tatsächlich aus der Champagne stammt. Qualitätssekt hingegen kann überall hergestellt werden. Mittlerweile gibt es längst nicht mehr nur Sektarten mit einem Korkverschluss. Viele kommen mit einem einfachen Schraubverschluss aus und zusätzliche Utensilien wie ein Korkenzieher sind nicht notwendig.

Hinsichtlich des Preises unterscheidet sich der Champagner in der Regel deutlich von Sekt. Je nach Prestige und nach Anspruch kann Champagner auch einen vierstelligen Betrag pro Flasche kosten, wobei es auch im unteren Bereich Anbieter mit einem Preis von 80 Eur pro Flasche gibt. Die Qualität ist – ähnlich wie bei Sekt – nicht im Preis sondern im Geschmack messbar.

Sekt und Prosecco – was unterscheidet beide?

Sekt und Prosecco | © PantherMedia / TunedIn61

Sekt und Prosecco | © PantherMedia / TunedIn61

Prosecco ist ein aus Venetien stammendes prickelndes Getränk, das dem klassischen Sekt hinsichtlich des Preises durchaus ebenbürtig ist. Zum Einsatz kommt hier lediglich Glera als Rebsorte. Das Getränk selbst weist eine geringere Menge an Kohlensäure auf als Sekt und Champagner. Das macht ihn für viele Menschen weniger edel, doch geschmacklich steht Prosecco dem Sekt in nichts nach.

Wer es weniger prickelnd mag, für den ist Prosecco die richtige Wahl. Sollte das Prickelwasser lange kleine Bläschen aufsteigen lassen, dann ist Prosecco eher ungeeignet. Auch der typische Sektgeschmack ist hier etwas anders, da der mit Kohlensäure versetzte Weißwein deutlich zu schmecken ist.

Doch beide – Sekt wie Prosecco – passen zu nahezu jeder Gelegenheit, sind preislich erschwinglich und werten jede Party und jeden Anlass ums Vielfache auf. Prosecco und Sekt können gleichermaßen zur Herstellung von Bowle und anderen erfrischenden Fruchtgetränken oder Desserts genutzt werden. Immer mehr Restaurants mit gehobenen Ansprüchen versetzen ihre Fruchtgetränke und süße Speisen mit einem Hauch Champagner, um ihren Gästen neben herausragenden Dessert Angeboten auch den Esprit der Champagne an den Gaumen zu zaubern.