Erektionsstörungen | © PantherMedia / gpointstudio

Flaute im Bett? – Ursachen und Gründe für Erektionsstörungen

Erektionsstörungen treten häufiger auf als man vermuten würde. Auch wenn die Häufigkeit einer erektilen Dysfunktion mit dem Alter zunimmt, so können diese Probleme doch in jeder Altersstufe auftreten. Jüngere Männer unter 40 leiden immer öfter an erektilen Störungen. Ein Hänger im Bett ist natürlich kein Weltuntergang, entwickelt sich dies jedoch zum Dauerzustand, bedeutet das eine massive psychische Belastung. Wir klären euch im Folgenden über Ursachen, Gründe und mögliche Behandlungsmethoden auf.



Erektile Dysfunktion – Was ist das?

Erektionsstörung, erektile Dysfunktion oder einfach „keinen hoch bekommen“ – auch wenn diese Begriffe im Grunde das gleiche Problem beschreiben, so sind sie doch nicht miteinander gleichzusetzen. Eine Erektionsstörung besteht über mehrere Monate bis hin zu einem halben Jahr. Wenn es ab und zu mal nicht klappt, handelt es sich also nicht direkt um Erektionsstörungen. Eine erektile Dysfunktion hat oft körperliche Ursachen wie beispielsweise Durchblutungsstörungen oder Testosteronmangel. Laut Definition bedeutet eine erektile Dysfunktion, dass ein Mann in mehr als zwei Dritteln der Versuche keine Erektion bekommen oder aufrecht erhalten kann, sodass es für den Geschlechtsverkehr ausreichen würde.

Mögliche Ursachen

Gestresster Mann | © PantherMedia / Andriy Popov

Gestresster Mann | © PantherMedia / Andriy Popov

 

Die Ursache von Erektionsproblemen kann sowohl körperlicher als auch psychischer Natur sein. Wenn es im Bett das eine oder andere mal nicht klappen will, ist das natürlich überhaupt nicht tragisch. Hier ist nur eine offene Kommunikation mit dem Geschlechtspartner wichtig, damit keine Unsicherheiten auf beiden Seiten entstehen. Manche Männer setzen sich jedoch so sehr unter Druck, dass es beim nächsten Mal klappen muss, dass sich aus einem einmaligen Aussetzer eine ausgewachsene Erektionsstörung psychischen Ursprungs entwickeln kann. Auch Stress, ob auf der Arbeit, in der Familie oder besonders in der Beziehung kann zu Potenzproblemen führen. Mann schafft es nicht mehr den Kopf auszuschalten, die Gedanken sind nur noch bei der Ursache des Stresses. Rein psychische Ursachen sind vor allem bei jüngeren Männern anzutreffen. Neben Stress und Konflikten in der Partnerschaft sind aber auch Angsterkrankungen und Depressionen oft mit einer erektilen Dysfunktion verbunden.

Mit fortschreitendem Alter sind dann aber immer häufiger körperliche Ursachen der Grund für die Erektionsstörungen. Am häufigsten ist die Durchblutung des Penis gestört. Entweder kommt zu wenig Blut dort an wo es hin soll, weil die versorgenden Arterien „verkalkt“ sind oder das Blut fließt zu schnell wieder ab, sodass eine stabile Erektion nicht gehalten werden kann. Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder Fettstoffwechselstörungen können das Risiko einer erektilen Dysfunktion noch weiter steigern. Auch der Lebensstil kann Einfluss auf die Erektion haben. Ein Bewegungsmangel, Übergewicht, Rauchen sowie erhöhter Alkoholkonsum und eine ungesunde, einseitige Ernährung erhöhen ebenfalls die Wahrscheinlichkeit für Potenzprobleme, da sie die Blutgefäße zusetzen.



Behandlungsmöglichkeiten

Paartherapie | © PantherMedia / Wavebreakmedia (YAYMicro)

Paartherapie | © PantherMedia / Wavebreakmedia (YAYMicro)

 

Je nachdem welchen Ursprung die Erektionsstörung hat, lässt sie sich recht gut behandeln. Ist sie psychischen Ursprungs so gilt es diesem auf den Grund zu gehen. Hat der Stress nichts mit der Beziehung oder dem Geschlechtspartner zu tun, so sollte das offen kommuniziert werden. Redet mit eurem Gegenüber über die Ursachen, Ängste und mögliche Unsicherheiten. So könnt ihr verhindern, dass euer Geschlechtspartner die Problematik auf sich bezieht und die Ursache bei sich selber sucht. Liegt das Problem jedoch tatsächlich in der Beziehung, kann eine Paartherapie helfen, mögliche Probleme aus der Welt zu schaffen. Die Behandlung einer Erektionsstörung mit Medikamenten ist natürlich auch möglich und wird meistens bei erektiler Dysfunktion aufgrund einer körperlichen Ursache angewendet. Die gängigsten Medikamente zur Behandlung einer Erektionsstörung hemmen das, der Erektion entgegen wirkende, Enzym Phosphodiesterase-5 und erleichtern so den Blutfluss in den Penis.

Fazit

Erektionsstörungen kommen viel häufiger vor als man denken würde und sind kein Grund zur Scham. Dennoch sind sie ein heikles Thema. Betroffene Männer sprechen nur selten über ihre Erektionsprobleme. Im Bett nicht mehr die gewohnte Leistung bringen zu können wird schnell zu einer psychischen Belastung und zu einer Zerreißprobe für die Beziehung. Eine offene Kommunikation ist daher unumgänglich zur Lösung des Problems. Sowohl psychischen als auch körperlichen Ursachen kann durch Entspannung, Therapie und/oder Medikamente entgegengewirkt werden, sodass schon bald wieder der Spaß, anstelle von Sorge und Unsicherheit im Bett überwiegt.