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Haartransplantation beim Mann – Wie funktioniert eine Haarverpflanzung?

Schon in jungen Jahren wird bei vielen Männern Haarausfall zu einem Problem. In manchen Fällen beginnt das Haar nämlich schon ab Mitte 20 lichter zu werden – und dies meist im Stirnbereich, wo es am meisten auffällt. Anfangs versucht man noch, die verbliebenen Haare mit Gel oder Haarspray so zu stylen, dass der Haarausfall kaum auffällt. Doch gerade bei fortgeschrittenem Haarausfall gelingt dies nicht immer. Die Folge: Man fühlt sich unwohl in seiner Haut und das Selbstwertgefühl leidet. Doch das muss nicht so bleiben.



Möglichkeiten gegen Haarausfall

Die Kosmetikindustrie bietet Männern, die von Haarausfall betroffen sind, mittlerweile eine große Auswahl an Pflegeprodukten, die den Haarwuchs angeblich anregen oder zumindest den Verlust von weiterer Haarpracht verhindern sollen. Leider tritt nicht immer der erhoffte Erfolg ein. Auch Toupets und Perücken sind eine Möglichkeit, die lichter werdenden Stellen zu kaschieren, allerdings haben sie nicht unbedingt den besten Ruf. Schließlich hätte man am liebsten sein eigenes Haar wieder. Aus diesem Grund unterziehen sich immer mehr Männer einer Haartransplantation, von der sie sich wieder fülligeres Haar versprechen. Doch wie funktioniert so eine Haarverpflanzung eigentlich und ist sie wirklich die Lösung schlechthin gegen Haarausfall?

Haartransplantation

Wodurch entsteht Haarausfall?

Unter Haarausfall ist in der Regel die Abnahme der Dichte von Haarfollikeln, aus denen die Haare herauswachsen, zu verstehen. Diese wird unter anderem durch das männliche Hormon Testosteron verursacht, welches auch der Grund dafür ist, dass Haarausfall bei Männer deutlich häufiger auftritt als bei Frauen. Man nennt den Haarausfall, der durch Testosteron bedingt wird im Fachjargon auch „androgenetische Alopezie“. Besonders anfällig für Testosteron sind in den meisten Fällen die Haare im Stirnbereich und am Oberkopf, während der Haarkranz am Hinterkopf oftmals nicht betroffen ist.



Haartransplantation als Lösung gegen Haarausfall

Eine Haarverpflanzung ist nicht immer unbedingt die richtige Lösung. Lediglich bei irreversiblem Haarausfall kommt eine Transplantation in Betracht. Mediziner raten zudem, zunächst andere Behandlungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel eine medikamentöse Behandlung auszuprobieren, bevor man sich für eine Transplantation entscheidet. Schließlich können in manchen Fällen auch einfacherere und vor allem kostengünstigere Methoden zum Erfolg führen. Wenn dieser auf Dauer jedoch ausbleibt, kann eine Haartransplantation als letzte Chance angesehen werden.

Wie funktioniert eine Haartransplantation?

Bei einer Haartransplantation werden Haare vom Hinterkopf des Patienten entnommen und in die kahleren Bereiche verpflanzt, die sich beispielsweise im Bereich der Stirn befinden können. Wichtig ist hierbei, dass nicht nur die Haare selbst transplantiert werden, sondern mit ihnen auch die Haarfollikel. Diese sorgen nämlich dafür, dass das Haar auch nach dem Einfriff weiter wachsen kann. Die Haarfollikel am Hinterkopf sind in der Regel unempfindlich gegenüber Testosteron und eignen sich somit optimal für die Verpflanzung. Bei der Transplantation selbst wird die Kopfhaut an den Stellen, an denen entnommen und verpflanzt wird, örtlich betäubt.


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Anschließend werden vom Hinterkopf Haarwurzeln (oftmals zusammen mit etwas Haut) entfernt und möglicherweise entstandene Wunden werden vernäht. Die gewonnen Haarwurzeln vom Hinterkopf werden nun mit Hilfe von Vergrößerungsgläsern in die vom Haarausfall betroffenen Stellen in der Kopfhaut eingepflanzt. Hierzu werden mikroskopisch kleine Messer oder Bohrer verwendet, die kleine Löcher verursachen, in welche die einzelnen Haarwurzeln, beziehungsweise Haarwurrzelgruppen später verpflanzt werden können.

Führt eine Haartransplantation automatisch zum Erfolg?

Wer sich einer professionellen Haartransplantation unterzieht, hat in der Regel gute Chancen, sich in Zukunft wieder einer vollen Mähne zu erfreuen. Allerdings ist ein Erfolg nicht immer zu gewährleisten. Manche Patienten leiden auch nach einer Transplantation wieder unter einer Glatze. Ob die verpflanzten Haare gut weiterwachsen, hängt natürlich auch davon ab, ob sie gerade in den ersten Tagen, Wochen und Monaten nach der Transplantation pfleglich behandelt werden. Außerdem dauert es oft erst eine gewisse Zeit, bis aus den transplantierten Haarfollikeln tatsächlich erfolgreich neue Haare wachsen. Das eigentliche Ergebnis einer Haarverpflanzung wird also erst nach einigen Monaten sichtbar. Ob man sich einer Haartransplantation unterzieht, sollte also gut überlegt werden, zumal die Kosten für einen solchen Eingriff bei mehreren tausend Euro liegen können.

Fazit zur Haartransplantation

Haartransplantation | © panthermedia.net /ruigsantos

Haartransplantation | © panthermedia.net /ruigsantos

 

Für Männer, die unter Haarausfall leiden, ist eine Haartransplantation oftmals der letzte Ausweg, vor allem dann, wenn man schon die unterschiedlichsten Kosmetikprodukte, Medikamente und Hausmittel gegen Haarausfall ausprobiert hat. Prominente Persönlichkeiten wie Jürgen Klopp oder Wayne Rooney gelten als Paradebeispiele für gelungene Haarverpflanzungen. Bei der Haartransplantation werden Haare und Haarwurzeln, sofern in ausreichender Menge vorhanden, vom Hinterkopf des Patienten in die Bereiche verpflanzt, die vom Haarausfall betroffen sind. Eine Erfolgsgarantie besteht hierbei zwar nicht, dennoch erfreuen sich mittlerweile immer mehr Männer nach einer erfolgreichen Haartransplantation wieder einer vollen Haarpracht, die das verlorene Selbstbewusstsein wieder aufbaut.



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