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Magnesium für Hirn, Muskeln & Co: So wichtig ist das Spurenelement!

Magnesium ist ein essentiell wichtiges Spurenelement für den menschlichen Organismus. Nach dem Vitamin D weist aber Magnesium den zweithäufigsten Mangel weltweit auf. Die Zufuhr von Magnesium ist aber deshalb so extrem wichtig, da der menschliche Körper dieses nicht selber herstellen kann. Ein Magnesiumdefizit kann aber sehr viele unterschiedliche Mangelerscheinungen mit sich bringen. Aus diesem Grund kann es sinnvoll sein, dem Magnesiummangel von vornherein vorzubeugen. Hierfür bieten sich zum Beispiel Nahrungsergänzungsmittel an.



Magnesium findet sich überall im Organismus

Magnesium-körper | © PantherMedia /Natalya Danko

Magnesium-körper | © PantherMedia /Natalya Danko

 

Grundsätzlich findet man das Magnesium in jeder Körperzelle, überall im Gewebe und auch in jedem Organ des menschlichen Körpers. Ohne dieses Mineral wäre ein Überleben überhaupt nicht möglich. Wenn man ein Mittel zur Nahrungsergänzung einnehmen möchte, dann entscheidet man sich am besten für eine Formel mit einer Mischung aus natürlichen Magnesiumsalzen, die besser vom Körper aufgenommen werden.

Magnesium ist ein Bestandteil von Zellmembranen und Membranpumpen. Hier dient das Mineral der Stabilität von Membranen und Eiweißen. Auf diese Weise sorgt das Magnesium sowohl für die Stoffwechselaktivität als auch für die Stabilität der Zellen.

Fakt ist, dass, egal um welche Art der Bewegung oder der Aktivität es sich handelt, nichts ohne dieses Mineral stattfinden könnte. Für alle körperlichen Zellen ist es unverzichtbar, dass ausreichend Magnesium vorhanden ist, da nur hierdurch bestimmte Hormone und Botenstoffe (Transmitter) freigesetzt werden können. Dadurch ist das Magnesium mitverantwortlich für die Erregungsleitung an Nerven- und Muskelzellen. Außerdem befindet sich das Magnesium auch in den Mitochondrien, vereinfacht gesagt, handelt es sich hierbei um die Kraftwerke der menschlichen Zellen.



Magnesium sorgt für Anspannung und Entspannung

Eine sehr wichtige Funktion hat das Magnesium bezüglich der Muskelfunktionen. Das Mineral hemmt nämlich den Einstrom von Calcium in die Muskelzellen, dadurch ist es sozusagen ein echter Gegenspieler des Calciums. Unterschiedliche Hemmungsprozesse sorgen also dafür, dass die Erregbarkeit von Muskeln und Nerven reduziert wird. Damit wird beispielsweise der Energieverbrauch gesenkt und sogar der Blutdruck kann dadurch gesenkt werden. Zudem kann das Magnesium auch die Schlafqualität verbessern.

Somit profitiert auch das Herz von einer ausreichenden Magnesium Zufuhr, denn hier wird nicht für die Verringerung des Blutdrucks gesorgt, sondern das Magnesium sorgt gleichzeitig für eine Reduzierung der arteriellen Steifigkeit. Dennoch ist Magnesium nicht als Ersatz für Herzmedikamente anzusehen. Dennoch kann dieses Mineral sich sehr positiv auf die Herzgesundheit auswirken.

Magnesium und der Zuckerstoffwechsel

Stoffwechsel | © PantherMedia /Alexilus

Stoffwechsel | © PantherMedia /Alexilus

Studien haben gezeigt, dass das Magnesium zudem einen positiven Einfluss auf den Blutzuckerspiegel haben kann, da es eine Insulin senkende Wirkung aufzeigen kann. Das Insulin sorgt dafür, dass der Zucker, der aus der Nahrung in das Blut gelangt, von dort auch in die Zellen transportiert wird. Dadurch sinkt der Blutzuckerspiegel entsprechend. Das Magnesium soll laut dieser Studien diesen Glukosemetabolismus unterstützen. Somit soll das Magnesium dabei helfen, die Insulinsensitivität zu steigern und somit den Blutzuckerspiegel zu senken. Überwiegend findet sich dieser Effekt jedoch bei Diabetes Patienten oder Probanden, die bereits einen gestörten Zuckerstoffwechsel aufweisen.

Magnesiummangel Ursachen und Symptome

Muskelkrämpfe: Immer wieder auftretende Muskelkrämpfe oder starke Verspannungen sind vermutlich das bekannteste Anzeichen für einen Magnesiummangel. Genau hier sorgt das Magnesium für den benötigt Ausgleich, da das Mineral für die Entspannung des Körpers sorgt. Immer dann, wenn das Calcium überwiegt, werden die Muskeln und Nerven verstärkt in einem Erregungszustand versetzt. Das äußert sich beispielsweise in dem Zucken der Augenlider, oder auch in den ungeliebten Wadenkrämpfen. Mit Hilfe von Magnesium wird hier das Gleichgewicht wiederhergestellt.

Abnehmende Belastungsfähigkeit und dauerhafte Müdigkeit: Alle energetischen Prozesse können nur mit Hilfe von Magnesium stattfinden. Bei einem bestehenden Magnesiummangel steht den Zellen zu wenig Kraftstoff zur Verfügung. Das bedeutet, hier fehlt einfach die Energie und die Folge sind Antriebslosigkeit und Müdigkeit.

Ständiges Kälteempfinden: Nicht nur die Müdigkeit ist ein typisches Symptom für einen Magnesiummangel, sondern auch ein übermäßiges Kälteempfinden. Bei Müdigkeit drosselt der Körper gleichzeitig den Stoffwechsel, das hat zur Folge, dass auch automatisch die Körpertemperatur abgesenkt wird. Darum nimmt man bei Magnesiummangel die Kälte viel intensiver wahr.

Erhöhtes Stressempfinden: Magnesium sorgt zudem dafür, dass in den Nervenbahnen eine übermäßige Erregung gedämpft wird. Sobald man in stressige Situationen gerät, verliert der Körper sofort Magnesium. Steht der Körper unter Stress, wird sofort vermehrt Adrenalin ausgeschüttet, dadurch erhöht sich sowohl der Blutdruck als auch der Muskeltonus.

Das hat zur Folge, dass mehr Blut durch den Körper gepumpt wird. Wir sind voll konzentriert und gleichzeitig aber auch viel gereizter. Insgesamt wird also die Erregbarkeit von Muskeln und Nerven gesteigert. Das Magnesium wird nun durch Calcium ausgetauscht, gelangt in die Blutbahn und wird von der Niere mit dem Urin ausgeschieden. Schlafstörungen, Kopfschmerzen bis hin zu Migräneattacken können die Folge sein.