Leistungssteigerung beim Auto | © PantherMedia / dlpn

Möglichkeiten für die Leistungssteigerung beim Auto

Sämtliche Maßnahmen, durch welche beim Auto die Leistung gesteigert werden kann, bezeichnet man als Motor-Tuning. Um die Motorleistung zu erhöhen bzw. zu verbessern, sind drei Faktoren entscheidend: Hubraum, Mittlerer Druck und Drehzahl. Wie das Motor-Tuning hinsichtlich dieser drei Komponenten konkret funktioniert, haben wir für Sie zusammengefasst.



Wie der Hubraum des Automotors vergrößert werden kann

1. Zylinder aufbohren

Indem die Zylinderbohrung erweitert wird, kann man bei Automotoren den Hubraum vergrößern. Dieser Eingriff wird in der Tuningsprache auch als Aufbohren bezeichnet. Wichtig ist hierbei, dass die Wandstärke berücksichtigt wird. Ist ausreichend Material vorhanden, kann die Aufbohrung erfolgen. 5 Millimeter sollten bei der Restwandstärke der Zylinder nicht unterschritten werden. In Tuningkreisen gelten 6 Millimeter als empfehlenswert. Darüber hinaus ist auch der verbleibende Steg zwischen den einzelnen Zylindern zu beachten. Damit der vergrößerte Hubraum anschließend auch Wirkung zeigt, müssen entsprechende Kolben für die vergrößerten Bohrungen zum Einsatz kommen. Bei diversen Anbietern können größere Kolben sowie weitere Teile für das Motor-Tuning einfach online bestellt werden.

2. Kurbelwelle mit größerem Hub einbauen

Hierbei muss die Einspritzanlage an den erhöhten Gemischbedarf angepasst werden. Wichtig zu wissen ist, dass eine Kurbelwelle mit größerem Hub für eine erhöhte Kolbengeschwindigkeit und gleichzeitig eine stärkere Zylinderwandreibung sorgt. Bei Letzterer spricht man in der Fachsprache auch von erhöhten Lateralkräften. Diese entstehen durch die größere Auslenkung des Pleuels.



Hinweis: Das Pleuel bzw. die Pleuelstange stellt die Verbindung zwischen Kolben und Kurbelwelle her. Die Funktion liegt darin, die Auf- und Ab-Bewegung des Kolbens in die kreisförmige Bewegung der Kurbelwelle umzusetzen.


Maßnahmen, um den Mitteldruck zu erhöhen

Mitteldruck erhoehen | © PantherMedia / Filippo Carlot

Mitteldruck erhoehen | © PantherMedia / Filippo Carlot


Während der Verbrennung, bei der das Kraftstoff-Luft-Gemisch sich entweder selbst (im Falle von Dieselmotoren) entzündet
oder von einer Zündkerze (bei Benzinern) gezündet wird, üben die sich ausbreitenden Gase einen sehr hohen Druck auf den Kolben aus. Dieser Druck steigt mit dem Verdichtungsverhältnis. Einen hohen Anteil am Mitteldruck hat zudem die angesaugte Frischluftmenge. Hier kommt die Ansaugbrücke ins Spiel, die auch als Ansaugstutzen oder Ansaugkrümmer bezeichnet wird. Sie verbindet den Motor mit der Einspritzanlage. Wie die meisten anderen Motorteile des Autos kann auch sie modifiziert bzw. getuned werden. Zuständig ist die Ansaugbrücke für die Frischluft im Bereich des Verbrennungsraumes. Durch das Tuning dieses Bauteils kann der Luftvolumenstrom vergrößert werden, was zu einem verbesserten Luft-Treibstoffgemisch führt. Gleichzeitig werden höhere Drücke erreicht.

Für einen möglichst hohen Mitteldruck sind auch die Luftansaugwege zu berücksichtigen: Große Querschnitte bringen Vorteile und nach Möglichkeit sind Ecken und Kanten zu vermeiden. Für einen verbesserten Wirkungsgrad des Automotors sorgt gekühlte Ansaugluft. Denn dadurch kann ein größeres Temperaturgefälle erreicht werden. Zu Problemen führt häufig, dass Luftfilter die angesaugte Luft aus dem warmen Motorraum ziehen. Entsprechende Luftführungen können jedoch bewirken, dass die angesaugte Luft ausreichend gekühlt wird.