Richtiges Bett | © PantherMedia / AndrewLozovyi

Rückenschmerzen nach dem Aufstehen?

Befragungen der Deutschen haben gezeigt, dass immerhin 74-85 % der Befragten mindestens einmal in ihrem Leben Rückenschmerzen hatten. Besonders häufig ist der nächtliche Schlaf Auslöser für die Beschwerden. Hier liegt es natürlich nahe, dass das Bett eine maßgebliche Rolle spielt; Rückenschmerzen nach dem Aufstehen müssen nicht sein! Hochwertige Boxspringbetten sorgen häufig für einen beschwerdefreien und erholsamen Schlaf – wichtig dabei ist aber auch immer die richtige Matratze.



Worauf muss man beim Bett achten?

Worauf beim Bettkauf achten | © PantherMedia / nesharm

Worauf beim Bettkauf achten | © PantherMedia / nesharm

Die wohl häufigste Ursache für Rückenschmerzen nach dem Aufstehen ist eine Matratze, die bereits in die Jahre gekommen ist. Ein deutliches Zeichen hierfür sind Mulden, die im Laufe der Zeit entstanden sind. Hier findet sich schnell eine der Hauptursachen für die Beschwerden, denn auf so einer Matratze kann sich Wirbelsäule nicht mehr ausrichten. Im Gegenteil sie hängt wortwörtlich durch. Die Folgen sind dann Verspannungen und Rückenschmerzen.

Bei der Entscheidung, eine neue Matratze anzuschaffen, spielen unterschiedliche Faktoren eine wichtige Rolle. Hierzu zählt die Matratzenart, der Härtegrad und auch die Dicke einer Matratze.

Die Wahl der Matratzenart hängt von den persönlichen Bedürfnissen ab. Während zum Beispiel für Allergiker insbesondere Kaltschaummatratzen besonders geeignet sind, sind Taschenfederkernmatratzen besonders empfehlenswert für Personen, die sehr schnell schwitzen.



Eine besonders wichtige Rolle spielt aber auf jeden Fall der passende Härtegrad einer Matratze. Die Härtegrade beschreiben, für wieviel Gewicht die Matratze besonders geeignet ist. So steht H1 für ein Körpergewicht bis zu 60 kg, H2 ist geeignet für ein Gewicht bis zu 90 kg und die Härtegrade H3 und H4 sind für schwere Personen entsprechend geeignet. Hier gibt es einen Härtegradrechner.

Gerade in einem Ehebett sollte stets darauf geachtet werden, dass auch wirklich beide Partner ihren individuell passenden Härtegrad für sich wählen. Ein nicht passender Härtegrad löst ebenfalls Rückenschmerzen aus. Ist die Matratze zu weich, so hängt der Körper durch, ist sie zu hart, schmiegt sie sich nicht an den Körper an und unterstützt ihn entsprechend zu wenig.

Dicke Matratzen sind ebenfalls deutlich empfehlenswerter als dünne Modelle. Erst ab einer Matratzenhöhe ab 16 cm und aufwärts gilt die Höhe als sinnvoll. Boxspringbetten erfüllen gerade diesen so wichtigen Faktor ganz besonders gut. Auch hier kann aber für jede Person individuell der passende Härtegrad gewählt werden. Beide Matratzen werden dann noch einmal mit einer zusätzlichen Auflage abgedeckt. In diesem Fall je dicker, desto besser.

➜ Ein super Bett und trotzdem Rückenschmerzen?

Man hat auf alles geachtet und nun wird man morgens wach und hat trotzdem Rückenschmerzen, wie kann das sein? Vorausgesetzt, es liegen keinerlei gesundheitliche Einschränkungen vor, die zuvor unbedingt von einem Arzt kontrolliert werden sollten, wird der Übeltäter vermutlich das falsche Kopfkissen sein.

Der Kopfkissen Markt ist wirklich riesig. Doch leider ist häufig das Kopfkissen, welches man als besonders bequem empfindet, nicht unbedingt geeignet für einen gesunden Schlaf.

Viele Menschen lieben gerade dicke Kopfkissen, weil sie unglaublich bequem und kuschelig anmuten, doch genau die Dicke eines Kopfkissens entscheidet über Rückenschmerzen. Für Menschen, die oftmals unter Rückenschmerzen leiden, sind flache Kopfkissen sehr viel besser geeignet. Hier kann die Wirbelsäule während des Schlafs eine ergonomische Form einnehmen, statt gekrümmt zu werden.

Auf der anderen Seite ist ein zu flaches und lockeres Kopfkissen ebenfalls nicht besonders empfehlenswert, denn hier kann es schnell zu einer Fehlhaltung des Nackens kommen. Hier schaffen die sogenannten ergonomischen Kopfkissen Abhilfe.

Nicht immer ist das Bett die Ursache

Rückenschmerzen | © PantherMedia / belchonock

Rückenschmerzen | © PantherMedia / belchonock

Gerade die Büroarbeit ist in der heutigen Gesellschaft zum Problem geworden. Ein ständiger Bewegungsmangel sorgt für eine schleichende Rückbildung der Körpermuskulatur. Genau diese Muskulatur aber stärkt und unterstützt das gesamte Knochengerüst und insbesondere die Wirbelsäule. Nach dem Büro wird es dann meisten auch nicht besser, denn nun sitzt man gern vor dem Fernseher oder vor dem privaten PC.

Bewegung und Ausgleich sind auch hier Fehlanzeige. Der Körper ist durch die ständige einseitige Belastung vollkommen geschafft und Rückenschmerzen sind dann die Folge. Trotz einer wirklich erholsamen Nacht sind die Rückenschmerzen noch immer nicht verschwunden. An dieser Situation sind aber weder die Matratze noch das Kopfkissen Schuld. Hier liegen die Ursachen tatsächlich am täglichen Verhalten.

Raumklima kann die Ursache für Rückenschmerzen sein

Leider hat die passende Raumtemperatur im Schlafzimmer bisher nur wenig bis gar keine Beachtung gefunden. Doch die Temperatur während des Schlafs kann hier die Ursache für Verspannungen und Rückenschmerzen sein. Die optimale Temperatur im Schlafzimmer liegt zwischen 16-18 Grad. Besonders kälteempfindliche Menschen dürfen auch ein bis zwei Grad mehr wählen.

Wichtig ist aber, unbedingt darauf zu achten, dass es nicht kälter wird. Denn diese kältere Luft sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit im Schlafzimmer schlechter verdunstet. Die Folge, das Raumklima wird unangenehm feucht-kalt. Das Resultat dieses eher ungesunden Klimas können dann Verspannungen, ein steifer Nacken, Schulterschmerzen und auch Rückenschmerzen sein.