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Videospiele nur für Jungs & Männer?! | Warum die Gaming-Industrie die Frauen vernachlässigt!

Videospiele sind nur etwas für Männer und Jungs – dieses Vorurteil hält sich nach wie vor. Doch fast die Hälfte der Gamer ist mittlerweile weiblich. Allerdings werden Videospiele hauptsächlich von Männern entwickelt; dieser Trend kippt aber vielleicht bald ebenfalls.



Es ist eine Zahl, die manche Menschen überraschen könnte. Nach aktuellen Auswertungen des Branchenverbandes „Game“ sind in Deutschland rund 47 Prozent der Videospielnutzer weiblich. Dennoch sind viele Entwickler männlich und auch die Vermarktung von Spielen liegt nach wie vor in Männerhand. Auch die Rezessionen von Spielen stammen aus den Federn von Männern. Es gibt nur wenige Frauen, die als Games-Journalisten tätig sind. Bei der Belegschaft in Gamestudios findet man nur durchschnittlich 27 Prozent Frauen, so die Expertise des Verbandes. So ist es kein Wunder, dass manche Videospiele nach wie vor fragwürdige Frauenbilder und typische Klischees vermitteln.

Die männliche Fassade bröckelt

Videospiele | © panthermedia.net /ArturVerkhovetskiy

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Es werden immer Frauen an Hochschulen bzw. einschlägigen Studiengängen, zum Beispiel Gaming Design oder Gaming Development ausgebildet. Dennoch scheint es, als ob der Beruf des Entwicklers einen stark technischen Ruf hat; dabei ist die Gaming Industrie für Frauen besonders geeignet, da das weibliche Geschlecht immer öfters Computerspiele spielt und einige Gaming zu ihrem Beruf gemacht haben. Darüber hinaus bietet die Branche, durch ihre flache Hierarchie und guten Bedingungen, optimale Aufstiegschancen.

Gerade von der künstlerischen Seite, kann man nicht nachvollziehen, warum es in der Gaming Branche nicht mehr Frauen gibt. Frauen legen in der Herangehensweise ihren Fokus auf die Emotionen. Daher ist eine gute Mischung im Team die beste Lösung. Leider sind nach wie vor viele Frauen vor dem technischen Part abgeschreckt. Das männliche Geschlecht geht dagegen ohne große Gedanken an die Sache heran und haben weniger Angst, Fehler zu machen. In der Tat zeigen aber Frauen in der „Männerdomäne“ bei namhaften Spielproduktionen immer öfter, was sie können.



Assassin´s Creed, Portal & Left 4 Dead

Bei „Assassin´s Creed Unity” haben mehrere Frauen entscheidende Beiträge bei der Entwicklung geleistet. Mehr als zwei Jahre arbeiteten zahlreiche Programmiererinnen an der digitalen Umsetzung der französischen Kirche Notre Dame. Aufgrund der Größe und der Detailtiefe war es das aufwändigste Objekt der gesamten Reihe. Viele Frauen haben sich durch die Spielereihe einen Namen gemacht und haben so zahlreiche Frauen motiviert, den gleichen Weg zu gehen.

Doch auch beim Erfolgsspiel „Portal“ und den Zombie-Ego-Shooter „Left 4 Dead“ haben zahlreiche Frauen mitgewirkt. In einem Blogpost im Januar 2013 rief die Amerikanerin Kim Swift dazu auf, sich nicht von der Männerdomäne abschrecken zu lassen und Spieleentwicklerin zu werden, selbst wenn es dort spieltechnisch recht hart zur Sache gehen kann.

Als Figuren spielen Frauen in Spielen dagegen schon seit längerer Zeit eine entscheidende Rolle. Das zeigt sich zum Beispiel bei der Hauptprotagonistin Evie Frye. Sie ist eine berüchtigte Attentäterin im Assassin´s Creed Abenteuer „Syndicate“, welches im 19. Jahrhundert in London spielte. Dort kämpfte sie sich mit Degen und Wurmesser durch ein spektakuläres Setting, welches vor allem die Gamerinnen begeistern dürfte. Es ist also kein Wunder, dass auf Videospielmessen, zum Beispiel in Köln auf der Gamescom, am Stand von zahlreichen Hersteller viele Programmiererinnen vertreten sind. Doch auch bei den Besuchern steigt die Anzahl der Frauen immer weiter an. Doch nicht nur bei Videospielen bröckelt die männliche Domäne, auch im Online-Casino findet man immer öfter Spielerinnen.

Das weibliche Geschlecht in der Online Casino Welt

Online Casino | © panthermedia.net /maxxyustas

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Wenn man an den typischen Nutzer eines Online-Casinos denkt, entsteht bei vielen Menschen das typische Klischee-Bild des männlichen Stubenhockers. Warum diese Klischees bis in die heutige Zeit besteht, ist bis ungeklärt, denn das Spielen im Internet wird immer beliebter. Schon seit längerer Zeit nutzen sowohl Männer als auch Frauen den spaßigen Zeitvertreib. Immer mehr Menschen verwenden das Internet, um im Casino Poker, Slots und Co. zu spielen. Während weiterhin die Szene von Männern dominiert wird, nimmt der Frauenanteil immer weiter zu.

Während im globalen Vergleich die Sportwetten an der Spitze der bevorzugten Glücksspiele liegen, sind es in Deutschland die Online Casinos, die den größten Anteil einnehmen. Auch wenn das typische Klischeebild nicht mehr aktuell ist, stimmt es bislang, dass Männer hier vorherrschen. Laut einer Studie haben rund zehn Prozent aller Männer einmal im Online Casino gespielt. Bei den Frauen liegt der Wert bei lediglich drei Prozent.

Darüber hinaus spielen Männer um höhere Geldbeträge, als Frauen. Doch der Markt scheint sich zu verändern. Die Einstiegshürden sind so gering wie nie zuvor. Man muss schon lange nicht mehr nach Las Vegas fliegen, um in einem Casino spielen zu können. Man muss dank der modernen Zeit einfach den PC einschalten und kann schon ein vielfältiges Angebot an Spielen nutzen.



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