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Vitaminmangel: Frakturprophylaxe mit Vitamin D3

Bei ausgewogener Ernährung und gesundheitsbewusster Lebensweise ist der Vitaminbedarf normalerweise optimal abgedeckt. Eine Supplementierung ist deshalb nicht notwendig, solange der Organismus lebenswichtige Vitamine in ausreichender Menge zugeführt bekommt. Besteht indes ein Vitaminmangel, kann es zu ernsthaften Erkrankungen und beispielsweise zu vermehrten Knochenbrüchen kommen. Doch unabhängig von einem tatsächlichen Mangel bei der Vitaminversorgung liegt es im Trend, auch ohne festgestellten Vitaminmangel dem Körper Supplemente zuzuführen, in der Annahme, dadurch die Gesundheit zu fördern. Eins der häufig verwendeten Vitaminpräparate enthält D3, das unter anderem zur Frakturprophylaxe eingesetzt wird. Lesen Sie hier, für wen es sinnvoll sein kann, ein solches Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen?



Wodurch entsteht Vitaminmangel?

Der menschliche Organismus benötigt essenzielle wasserlösliche Vitamine sowie fettlösliche Vitamine, zu denen die Vitamine A, C, D, E, K und H sowie die Vitamine der B-Gruppe (B1, B2, B3, B5, B6, B9, B12 gehören – dazu hier eine interessante Seite. Mit Ausnahme des D-Vitamins werden alle lebenswichtigen Vitamine über ausgewogene und ausreichende Ernährung aufgenommen. Zum Vitaminmangel (Hypovitaminose) kann es durch Unterernährung, falsche und einseitige Ernährung, Resportionsstörungen (gestörte Aufnahmefähigkeit), Stress, bestimmte Grunderkrankungen sowie durch Schwangerschaft und Stillen kommen. Im Idealfall werden Ursachen, die zu Vitaminmangel führen, aufgelöst – zum Beispiel durch Ernährungsumstellung. Um die Behandlung einer Hypovitaminose zu fördern, kann eine ergänzende Supplementierung angezeigt sein.

Die Folgen von Vitaminmangel

Vitaminmangel | © panthermedia.net /belchonock

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Anhaltender Vitaminmangel kann gesundheitliche Beeinträchtigungen und sogar schwerwiegende Krankheiten zur Folge haben. Rachitis, Beri-Beri, Nachtblindheit, Spina bifida, Anämie und Skorbut sind die bekanntesten Krankheiten, die durch Hypovitaminose begünstigt werden. Darüber können weitere gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Vitaminmangel ausgelöst werden, wie zum Beispiel Gedächtnisschwund bei verminderter Vitamin-B6-Zufuhr.

Eine ausreichende Vitaminversorgung ist auch wichtig für die Erhaltung der Zähne und zur Vermeidung von depressiven Verstimmungen. Insbesondere spielt das Vitamin D3 dabei eine wichtige Rolle. Das Vitamin D3 ist eines der wichtigsten Vitamine für einen stabilen Knochenbau und wird auch als Sonnenvitamin bezeichnet. Ein langfristiger Mangel macht die Knochen weich und kann deshalb Knochenbrüche fördern.



Vitamin D3: Häufiger Vitaminmangel im Winter

D3 ist das einzige Vitamin, das nicht ausreichend über eine gesundheitsbewusste Ernährung aufgenommen werden kann. Ein Mangel kann bei Kindern zu Rachitis führen und bei Erwachsenen zum Aufweichen der Knochen führen. Damit der Körper hinreichend Vitamin D3 zur Verfügung hat, spielt Sonnenlicht eine elementare Rolle. Denn damit sich das fettlösliche Sonnenvitamin bildet, ist die Exposition mit Sonnenlicht erforderlich. Durch die Aufnahme von Sonnenstrahlen über die Haut kann das Sonnenvitamin gebildet werden. Der tägliche Aufenthalt im Freien von 15 bis 30 Minuten genügt, um ausreichend Sonnenstrahlen über die Haut aufzunehmen.

Dabei sollte darauf geachtet werden, dass entsprechend freie Hautbereiche von der Sonnenbestrahlung erreicht werden können (Gesicht, Hände, unbekleidete Arme und Waden). Dadurch werden rund 80 % des Vitaminbedarfs gedeckt. Im Rahmen einer geeigneten Ernährung können weitere 20 % des Tagesbedarfs aufgenommen werden (enthalten in Fischsorten wie Hering, Lachs, Sprotte sowie Milchprodukte, Pilze,Eier). Im Winter entsteht aufgrund der wenigen Sonnenstunden, der körperbedeckenden Kleidung und dem reduzierten Aufenthalt im Freien oft ein Vitamin-D-Mangel, der nicht adäquat über die Ernährung ausgeglichen werden kann.

Supplementierung mit Vitamin D3

Vitamine | © panthermedia.net /shawn_hempel

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Die tägliche Vitamin-D-Supplementation kann sinnvoll sein für Menschen, die zu wenig Sonnenlicht ausgesetzt sind, unter Krankheiten leiden, welche die Vitamin-D-Aufnahme hindern sowie für Frauen, die aufgrund von Hormonumstellung zu wenig des Vitamins produzieren.

Das Deutsche Ärzteblatt empfiehlt in seiner Ausgabe 6/2016 bei der Frakturprophylaxe (Vorbeugung von Knochenbrüchen), dass D-Vitamin bei monatlicher Einnahme in hoher Dosierung immer in Kombination mit dem Vitamin K2 einzunehmen ist. Kombinierte Produkte mit hoher Bioverfügbarkeit sind beispielsweise von Fürstenmed erhältlich.

Das Ärzteblatt bezieht sich auf eine Studie, die festgestellt hat, dass bei Vitamin-D-Zufuhr mit einer einmaligen hohen Tagesdosis (Versorgung für einen Monat) es vermehrt zu Stürzen käme. Die Kombination der Vitamine D und K2 sei deshalb indiziert, da beide Vitamine laut Ärzteblatt synergetisch wirken. Eine Supplementierung mit dem einen Vitamin ohne gleichzeitige Zufuhr des anderen kann zu einem Mangel des nicht supplementierten Vitamins führen.

Wie wirkt die Kombination von Vitamin D3 und K2?

D3 unterstützt dabei, einen normalen Calciumspiegel im Blut zu erreichen und fördert die Erhaltung normaler Knochensubstanz und normaler Funktionen des Muskelapparats. Zudem kann das D-Vitamin das Immunsystem stabilisieren und stärken. K2 soll die Knochenstruktur sowie die Knochengesundheit fördern und sich positiv auf die Blutgerinnung auswirken. Eine Supplementierung mit einem Nahrungsergänzungsmittel, das sowohl D3, wie auch K2 enthält, kann im Rahmen einer indizierten Frakturprophylaxe verwendet werden. Kombinationsprodukte mit D3 und K2 sind beispielsweise als Tropfen erhältlich.

Kein Nahrungsergänzungsmittel ersetzt gesunde Ernährung

Gesundes Essen | © panthermedia.net /eugena-klykova

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Die beste Gesundheitsfürsorge und Frakturprophylaxe ist zweifelsfrei eine abwechslungsreiche, ausgewogene und gesunde Ernährung einhergehend mit einer gesundheitsbewussten Lebensführung. Damit lässt sich das Risiko eines Vitaminmangels gravierend eindämmen. Sport und täglich eine halbe Stunde an der frischen Luft – auch im Winter – unterstützen die Knochengesundheit sowie eine starke Muskulatur, wodurch bei Stürzen es weniger häufig zu Knochenbrüchen kommt.

Eine D3+K2 Supplementierung sollte stets mit dem Hausarzt oder einem Facharzt (z. B. Sportmediziner) abgewogen und abgesprochen werden. Denn auch bei einer Überversorgung mit Vitaminen können gesundheitliche Probleme auftreten. Bei regelmäßiger Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sollte zudem auf eine hohe Qualität des Supplements geachtet werden. Ein wesentliches Qualitätsmerkmal ist die Produktion unter Einhaltung von HACCP-Richtlinien.



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