Weiterbildung zum Krankenpfleger | © PantherMedia / michaeljung

Weiterbildung zum Krankenpfleger: Aussichten & Voraussetzungen

Der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen ist leider sehr groß. Aus diesem Grund werden Krankenpfleger und Krankenschwestern stark gesucht. Auf Grund dessen sind die Berufsaussichten in diesem Berufsfeld derzeit sehr gut. Als Krankenpfleger kann man in unterschiedlichen Bereichen des Gesundheitswesens arbeiten.



Es gibt hier sowohl die Möglichkeit, in einem Krankenhaus zu arbeiten, oder aber auch Bereiche, in denen die Krankenpfleger selbstständig arbeiten. Pflegeheime, Sanatorien oder Altenheime zählen zu den weiteren möglichen Arbeitgebern.

➜ Beruf mit Zukunft

Es gibt viele Menschen, die einen Beruf erlernt haben, der inzwischen von der Arbeitslosigkeit bedroht ist. Hier kann eine Umschulung oder eine Krankenpfleger Weiterbildung die Lösung der Probleme sein und man hat einen Beruf ergriffen, bei dem beruflichen Aussichten endlich wieder sehr gut sind.

Gemessen an der demografischen Entwicklung in Deutschland ist deutlich, dass die Bevölkerung immer älter wird und aus diesem Grund zukünftig eine intensivere medizinische Betreuung benötigt wird. Darum ist davon ausgehen, dass die beruflichen Aussichten auch langfristig sehr gut bleiben werden – Krankenpfleger zu sein ist ein wirklich krisensicherer Job!



Für wen bietet sich eine Weiterbildung als Krankenpfleger an?

Krankenpfleger werden | © PantherMedia / SimpleFoto

Krankenpfleger werden | © PantherMedia / SimpleFoto

Wer sich für die Weiterbildung zum Krankenpfleger interessiert, der benötigt entweder einen Realschulabschluss oder einen vergleichbaren Schulabschluss. Wer aber bereits einige Jahre Berufstätigkeit nachweisen kann, der hat ebenfalls die Möglichkeit, entweder über eine Weiterbildung oder eine Umschulung die Ausbildung zum Krankenpfleger zu machen.

Zudem ist eine notwendige Voraussetzung, sowohl körperlich als auch psychisch robust zu sein. Die Belastungen im beruflichen Alltag eines Krankenpflegers sind erheblich. Zwar ist es von Vorteil, wenn man bereits in einem Beruf im Gesundheitswesen tätig war, allerding ist das keine Voraussetzung für die Weiterbildung als Krankenpfleger.

So läuft eine Weiterbildung als Krankenpfleger ab

Man hat zwei unterschiedliche Möglichkeiten bei der Weiterbildung zum Krankenpfleger. Eine Möglichkeit ist es, eine betriebliche Umschulung bzw. Fortbildung zu machen. Hierbei arbeitet man in einem Betrieb, der gewöhnlich bei dieser Fortbildung das Krankenhaus sein wird. Während der Fortbildung, die 3 Jahre dauert, erhält man eine Ausbildungsvergütung. Allerdings ist es auch möglich, die Ausbildung auf nur 2 Jahre zu verkürzen.

Unterschied zum Krankenpflegehelfer

Der Krankenpfleger sollte nicht mit dem Krankenpflegehelfer verwechselt werden, hier gibt es deutliche Unterschiede im Aufgabenbereich und auch in der Ausbildung. Der Krankenpflegehelfer assistiert in seinem Berufsalltag dem Kranken- und Gesundheitspfleger. Hier dauert die Umschulung bzw. die Fortbildung zum Pflegehelfer nur ein bis zwei Jahre in Vollzeit. Falls die Fortbildung in Teilzeit absolviert wird, beträgt die Dauer bis zu 3 Jahren.

Sie besteht aus einem schulischen Teil an einem Ausbildungsinstitut und den praktischen Abschnitten in einem Krankenhaus, oder wahlweise in einem Pflegeheim oder in einem Reha-Zentrum. In den unterschiedlichen Bundesländern variiert die Berufsbezeichnung teilweise. Hier werden dann die Krankenpflegehelfer entweder Pflegeassistent oder Pflegefachhelfer genannt.

Eine weitere Möglichkeit ist es, die Weiterbildung in Form einer schulischen Ausbildung durchzuführen. Hier werden im Unterricht die theoretischen Grundlagen dieses Berufs erlernt. Zusätzlich werden viele praktische Übungen absolviert. Außerdem gehört zu dieser Form der Weiterbildung eine Absolvierung eines mehrmonatigen Praktikums. Diese Variante ist für gewöhnlich kostenpflichtig. Handelt es sich um einen Vollzeitlehrgang, so dauern die Umschulung bzw. Fortbildung zwei Jahre. Außerdem stehen auch noch Angebote zur Auswahl, bei denen die Fortbildung in Abendkursen stattfindet.

Wie viel verdient man nach einer Weiterbildung zum Krankenpfleger?

Krankenpfleger Verdienst | © PantherMedia / photographyMK

Krankenpfleger Verdienst | © PantherMedia / photographyMK

Gerade während der Ausbildung gehört der Beruf des Krankenpflegers inzwischen zu den bestbezahlten Berufen in Deutschland. Wer sich für eine Weiterbildung als Krankenpfleger entscheidet, darf sich über ein hohes Monats- und Jahresgehalt freuen. Auszubildende verdienen bis zu 1170 Euro monatlich brutto während ihrer Ausbildung. Hinzu kommt, dass einige Ausbildungsorte die Dienstkleidung sowie Lehrbücher kostenfrei bereitstellen.

Ist die Weiterbildung abgeschlossen, so können sich die nun ausgebildeten Fachkräfte zwischen öffentlichen und privaten Arbeitsorten entscheiden. Wer beispielsweise in seinem neuen Beruf als Krankenpfleger im öffentlichen Dienst arbeiten möchte, hat die Möglichkeit sich unter anderem in den städtischen Krankenhäusern zu bewerben.

Der Vorteil der Einrichtungen des öffentlichen Dienstes besteht vor allem darin, dass diese den gesetzlichen Tarifbestimmungen unterliegen. Somit ist die Gehaltsfrage immer deutlich geregelt. Mit der Anzahl der Berufsjahre ermöglichen gerade diese Bestimmungen eine entsprechende Lohnerhöhung.

Bereits zu Berufsbeginn kann ein Krankenpfleger im öffentlichen Dienst in Krankenhäusern rund 2300 Euro brutto pro Monat verdienen. Mit der zunehmenden Berufserfahrung kann ein Bruttomonatsgehalt von ungefähr 3200 Euro erreicht werden. Noch mehr verdienen Krankenpfleger in leitenden Positionen.

Sehr reizvoll und gewinnbringend ist zudem die Übernahme der Stationsleitung, hier lassen sich zusammen mit der entsprechenden Berufserfahrung bis zu 3600 Euro brutto monatlich verdienen. Außerdem erhalten Krankenpfleger zudem weiterer Zusatzleistungen. Dazu zählen die Aufschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsschichten. Natürlich wirken sich die diese Zuschläge zusätzlich positiv auf das Monatsgehalt aus.