Internetsucht: vor allem arbeitslose und ledige Männer sind gefährdet

Internetsucht: vor allem Männer gefährdet

Laut einer Studie sind es vor allem ledige Männer, die Gefahr laufen süchtig nach Onlinespielen und Internet zu werden. Besonders Männer, die arbeitslos und ohne Partnerschaft sind, verbringen viel Zeit in der virtuellen Welt und vernachlässigen im schlimmsten Fall soziale Kontakte. Von krankhafter Internetsucht ist die Rede, wenn der Betroffenen alltägliche Dinge, wie Beruf, Einkaufen, Waschen oder Putzen, vernachlässigt.

Internetsucht: vor allem arbeitslose und ledige Männer sind gefährdet

Internetsucht: vor allem arbeitslose und ledige Männer sind gefährdet

 

Internetsucht betrifft ledige und arbeitslose Männer

Das Internet ist aus unserem alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Trotz, oder gerade wegen, der vielen positiven Optionen, die es uns bietet, werden einige Menschen abhängig von der virtuellen Welt. Eine neue Studie kommt zu dem Ergebnis, dass 0,7 Prozent der 25- bis 64-Jährigen in Deutschland nicht mehr von virtuellen Chats oder Online-Spielen weg kommen. Die Erhebung wurde von der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, in Auftrag gegeben. Der Anteil der Männer liegt dabei mit 1,0 Prozent doppelt so hoch wie bei den Frauen. In Deutschland leiden rund 560.000 Menschen zwischen 14 und 64 an einer Internetsucht.

 

Internetsucht: ein Männerproblem?

Der Begriff der internetsucht ist jedoch wissenschaftlich umstritten, denn viele Psychologen sehen die exzessive Nutzung des Netzes nur als ein Symptom einer anderen Erkrankung, wie einer Depression oder Angststörung. Bei den Betroffenen kann die Sucht nach Internetangeboten jedoch dazu führen, dass die reale Welt ins Abseits gerät. Bei Männern und Jungs sind besonders Online-Spiele ein Problem. So können Online-Rollenspiele, wie World of Warcraft, dazu führen, dass die Spieler sogar grundlegende Dinge, wie Essen oder Schlafen, vernachlässigen und sich von der Realität abkapseln. Ohne Partnerschaft und Job sind bei Männern die Anreize für Aktivitäten außerhalb des Internets oft nicht so stark gegeben, was eine besondere Gefährdung dieser Gruppe begünstigt. In sozialen Netzwerken, Chats oder Online-Communitys finden viele Anerkennungen und erleben Erfolgserlebnisse, die süchtig machen können. Umso wichtiger ist es, dass Sie Ihre Internetnutzung genau beobachten und sich auch außerhalb des World Wide Web erfüllende Beschäftigungen suchen.

 

Weitere Informationen zur Studie und dem Thema Internetsucht finden Sie hier.

 

Bild: StockLite /shutterstock.com

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