Anti Aging

Kombucha als Jungbrunnen: was ist dran an der Anti-Aging-Waffe?

Dem fermentierten Tee sagt man so einiges nach: er soll gegen etliche Krankheiten helfen, soll Jung halten und die Gesundheit unterstützen. Außerdem soll er sich auch auf die psychische Verfassung der Konsumenten positiv auswirken. Neuere Studien lassen nun erneut vermuten, dass er angeblich Alterungsprozessen entgegen wirken und bei der Bekämpfung von Pilzerkrankungen unterstützen kann. Kann Tee wirklich solch eine Wirkung erzielen?

Was ist Kombucha?

 Kombucha als Jungbrunnen: was ist dran an der Anti Aging Waffe?

Die wohl bekannteste Marke für Kombucha ist in Deutschland wohl Carpe Diem

Der Trend ist nicht mehr jung, dennoch Schwören immer noch viele Promis, wie Madonna, Halle Berry und Gwyneth Paltrow auf Kombucha. Kein Wunder also, dass die Industrie hinter diesem Gebräu jährlich etwa 110 Millionen Euro umsetzt. Hergestellt wird Kombucha durch die Fermentierung von ungesüßtem Tee. Dazu benötigt man den sogenannten Kombuchapilz, der aber eigentlich eine Mischung aus Hefe und Essigsäurebakterien ist. Beim Prozess der Gärung kann somit auch Alkohol im Tee entstehen, weshalb das Getränk nichts für ehemalige Alkoholiker ist.

Studien belegen: kaum Wirkung

Die Mehrheit der Studien belegen keine bahnbrechenden Wirkungen von Kombucha. Zwar geben sie an, dass der Tee prophylaktische und therapeutische Eigenschaften hätte, welche sich durch eine antimikrobielle, antibakterielle und antimykotische Wirkung zu Stande käme. Dennoch kann auch hier nur drüber spekuliert werden, in wie weit sich dies dann auf die Bekämpfung von Pilzinfektionen oder Soor auswirken kann. (Siehe auch hier) Der Zucker im Tee beispielsweise spricht eher wieder gegen eine positive Unterstützung der Pilzbekämpfung.

Auch die Anti-Aging-Wirkung wird nur vereinzelt attestiert. 2010 ergab eine Zellen-fokussierte Studie, dass sich der Tee die Bekämpfung freier Radikaler unterstützen würde. Diese Moleküle wiederum sind unter anderen verantwortlich für den Alterungsprozess im Menschen. Kritische Forscherstimmen geben jedoch zu bedenken, dass, nur weil diese Studien im Labor solche Wirkungen feststellen konnten, dies noch lange nicht bedeute, dass Kombucha diese Wirkung auch beim Menschen erzielen kann.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung kommt in Untersuchungen zu ähnlichen Ergebnissen. Für sie ist Kombucha lediglich „ein mostähnliches Getränk auf Teebasis“ (Quelle).

Leckeres Placebo

Aber, wie bei so vielem, kann auch Kombucha als Placebo wirken. Vor allem die Auswirkungen auf eine gesunde und ausgeglichene Psyche können auch durch eine starke Überzeugung in die Wirkung entstehen. Anhänger des Tees sollten jedoch bedenken, dass ein übermäßiger Verzehr in Einzelfällen auch zu gesundheitlichen Nebenwirkungen geführt hat, selbst ein Todesopfer gab es in den USA zu beklagen. Vielleicht sollte man dann doch lieber zum Arzt gehen, wenn man etwas geben Pilzerkrankungen und Co unternehmen möchte.

Bild: (c) Pressebild Carpe Diem


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