café katze kaffee

Kater-Kaffee: Das Café-Konzept des Kuschelns mit Katzen

Stellen Sie sich vor, Sie genießen nach einem stressreichen Arbeitstag eine Tasse wohlriechenden Kaffee und spannen aus, während Sie eine weiche Katze kraulen. Das Schnurren beruhigt, der Kaffee weckt die Lebensgeister. Die Belastung wird abgestreift und zurückgelassen und -sobald das Heißgetränk gelehrt ist- auch die Katze. Gibt es nicht? Gibt es wohl: In Katzen-Cafés, die zunehmend populär werden.

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Ist Kaffee + Katze = Glück für gestresste Stadtbewohner?

Kaffee ist verdauungsfördernd und senkt das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Laut Tchibo Kaffeereport 2013 sind 84,4% der Deutschen über 14 Jahre Kaffeetrinker und wollen nicht auf die braune Bohne verzichten. Doch warum das Konzept Katze+Kaffee? Das Schnurren von Katzen soll beim Menschen im Gehirn Serotonin ausschütten und wirkt so als natürliches Anti-Stress-Mittel, das fast so effektiv ist wie autogenes Training.

Katzencafés: Ein Trend für gestresste Städter

Cafés in München, Berlin oder Wien setzen auf die aus Japan stammende Idee. Eine dampfende Tasse Kaffee, ein gutes Buch und eine in sich ruhende Katze. Das Konzept dahinter ist unterschiedlich:

  • In Japan wird Eintritt bezahlt und man bekommt eine Katze zum Kaffee auf den Schoß gesetzt
  • Im Café „Katzentempel“ in München sind die Katzen aber von der Tierschutzorganisation „Rassekatzen in Not“ vermittelt und haben im Café ein neues Heim gefunden. Hier ist die Katze König, die Gäste dürfen streicheln und kuscheln, aber nur solange die Katze das zulässt. Haltung und Futter sind artgerecht, am Kuchen zu naschen könnte für die Tiere gefährlich werden. Das in Schokolade enthaltene Theobromin kann für die Katze tödlich sein, denn es verengt die Blutgefäße und beschleunigt den Puls.
  • „PeePeesKatzencafé“ in Berlin-Neukölln serviert, neben hausgemachten Speisen und Kuchen, ein „Kater-Frühstück“ und am Wochenende bieten Live-Musik und Lesungen Unterhaltung – allerdings nur in einer, für Katzenohren angenehmen Lautstärke.

Zweifelhafte tierische Angelegenheit

Aber: Tierschützer sehen ein Problem. Weil sich die Cafés, die zu Kaffee und entspannendem Katzenschnurren einladen, meist in großen Städten befinden, werden die freiheitsliebenden Räuber schnell zum Stubentiger – Ausgang Fehlanzeige! Auch die Brigitte-Bardot-Stiftung plädiert für Boykott, da das Tier zum Objekt reduziert werde.

Aus diesem Grund hat die Kaffeerösterei „Zur Heide“ auch den Edel-Kaffee Kopi Luwak aus ihrem Sortiment gestrichen und sich aktiv für den Tierschutz ausgesprochen. Zur Herstellung für diese Art von Kaffee werden die Kaffeekirschen von einer speziellen Katzenart, Zibetkatzen, gefressen und wieder ausgeschieden. Nach der Reinigung werden die Bohnen geröstet und der Kaffee erhält ein eigenes, volles Aroma. Die Katzen sind zur Herstellung dieser Kaffee-Art notwendig, werden auf ihre Aufgabe reduziert und so zu Nutztieren, die in viel zu kleine Käfige gedrängt werden.

Bild:Shutterstock.com/Evgeny Karandaev

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